BI "Weiden - Unsere Stadt" appelliert an Mitglieder
Leserbriefe schreiben

Die Bürgerinitiative "Weiden - Unsere Stadt" ruft ihre 200 Mitglieder zum Handeln auf. Ziel ist, unerwünschte Entwicklungen bei der Stadtgalerie zu verhindern. In einer Rundmail, die mit "Ihr Vorstand" unterschrieben ist, heißt es: "Um nicht den blinden Befürwortern eines möglichst großen und irgendwie gestalteten Einkaufszentrums die Deutungshoheit zu überlassen, bitten wir Sie, mit einem Leserbrief an den ,Neuen Tag' oder auf andere Weise, z. B. durch Ansprechen Ihres Abgeordneten, Ihre Meinung zu äußern. Ansatzpunkte dazu finden sich in der Ihnen im Dezember zugegangenen Stellungnahme."

Die BI verdeutlicht in dem Schreiben, dass nur noch bis Monatsende Zeit sei, um "Einfluss auf den Gesetzgebungsprozess" (Aufstellung des Bebauungsplans) zu nehmen. "Deshalb bitten wir Sie heute um Ihre aktive Mitarbeit!" Ein Seitenhieb gilt der "großartigen Ankündigung der Stadt, in diesem Prozess ,investorunabhängig Regie übernehmen' zu wollen". Davon "ist bislang wenig zu spüren". Deshalb habe sich die BI mit ihrer Stellungnahme zum Bebauungsplanentwurf auch an die Öffentlichkeit gewandt - "mit einem erfreulich breiten Echo in den Medien".

Die Mail schließt mit den Worten: "Wir rechnen in dieser entscheidenden Phase mit Ihrer Unterstützung und danken Ihnen für jeden Beitrag." Auf NT-Anfrage will BI-Vorsitzender Prof. Dr. Fritz-Dieter Doenitz das Rundschreiben nicht groß kommentieren: Es sei ja nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Und wie die Bürgerinitiative mit ihren Mitgliedern kommuniziere, gehe niemanden etwas an.

Den internen Aufruf hält Doenitz jedoch für legitim im Bemühen, "vier Jahre Arbeit" zum Erfolg zu führen. Mit einer Kampagne habe das nichts zu tun, sagt er. Von der massiven Kritik an ihren jüngsten Anmerkungen lässt sich die BI nicht beirren. Doenitz: "Wir wollen das Einkaufszentrum nicht so, wie es im Bebauungsplan dargestellt ist." Hier erfahre die Initiative auch viel Zuspruch. Der BI gehe es weiterhin um ein "ausgewogenes Ergebnis - und nicht um ein Einkaufszentrum um jeden Preis".
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