Birgland.
Bei schwerem Unfall die Nerven behalten

Philipp Daab. Bild: ehi
(ll/ehi)Philipp Daab aus der Gemeinde Birgland kam im Mai 2013 als Erster zu einem schrecklichen Unfall, bei dem einem Motorradfahrer der Unterschenkel abgetrennt wurde. Und Daab hat dort nicht die Nerven verloren, sondern entschlossen Hilfe geleistet.

Dafür zeichnete ihn Regierungspräsident Axel Bartelt jetzt als jemand aus, der sich auf besondere Art und Weise um das Leben seiner Mitmenschen bemüht hat. Daab erhielt eine Anerkennungsurkunde und eine Medaille. "Sie haben nicht weggeschaut, Sie haben gehandelt. Mit Ihrer Hilfe konnte Gefahr für Leib und Leben abgewendet werden", betonte Bartelt im Spiegelsaal der Regierung.

Laut Bartelt war bei dem Unfall am 18. Mai 2013 ein 57-jähriger Motorradfahrer auf der Straße von Hatzenhof in Richtung Hardt schwer gestürzt. Er prallte gegen einen Telefonmast, wobei ihm sein rechter Unterschenkel abgetrennt wurde. Als Philipp Daab zur Unfallstelle kam, setzte er einen Notruf ab, redete dem Schwerverletzten gut zu und verband den Beinstumpf mit einem Tuch. Bald erhielt er Unterstützung von Douglas Lawrence Lodahl, einem Angehörigen der US-Armee. "Herr Lodahl, der mittlerweile in die USA zurückgekehrt ist, schnitt mit einer Schere aus dem Verbandskasten seines Autos die Hose des Verletzten auf und band mit einem Klettverband den Beinstumpf ab. Um den Verletzten zu beruhigen, legte er den Unterschenkel so ab, dass ihn der Verletzte nicht mehr sehen konnte", schilderte Bartelt die dramatischen Momente.

"Ihrem schnellen und beherzten Eingreifen ist es zu verdanken, dass das Leben des Motorradfahrers gerettet werden konnte. Sie sind Beispiel und Vorbild für uns alle. Durch ihr Verhalten soll die Bevölkerung aufgerüttelt werden, nicht wegzuschauen oder fortzurennen, sondern zu helfen", sagte Bartelt
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.