Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann zieht Bilanz ihres ersten Jahres - "Gute Vernetzung ...
Parteipolitik in diesem Amt "außen vor"

Sie ist eine von zwei Bürgermeisterinnen im Landkreis und jetzt ein Jahr im Amt: Brigitte Bachmann fühlt sich im Birgland seit 34 Jahren wohl. Als sie herzog, ging sie auch gleich mit zum Stammtisch. Im Gespräch mit unserer Zeitung nennt sie ein paar Gründe, warum ihr auch das für sie relativ neue Amt mächtig Spaß macht.

Was hat sich denn in Ihrem Leben mit dem Amt verändert - beruflich, von der zeitlichen Belastung her oder der Führungsverantwortung?

Feste Arbeitszeiten waren einmal. Heute ist es normal, an sieben Tagen die Woche im Amt zu sein. Diese Verantwortung bedeutet aber auch, die eigene Gesundheit und den Anspruch auf freie Zeit nicht außer Acht zu lassen. Diese Zeit versuche ich im Terminkalender zu verbuchen - ein äußerst schwieriges Unterfangen.

Was sagt die Familie zu den Veränderungen?

Meine Kinder sind leider alle aus dem Haus. Mein Mann als Berufspendler ist nur am Wochenende daheim. Zu den Wochenendterminen begleitet er mich nach Möglichkeit. Ansonsten freut sich die Familie mit mir, dass ich in meinem jetzigen Beruf als Bürgermeisterin meine Erfüllung finde.

Von wem oder wodurch haben Sie in diesem Jahr am meisten gelernt?

Ich schätze die Kollegen im Landkreis sehr, die ich als bayerische Bürgermeisterin auch einmal um Rat fragen kann. Ich betone deshalb die "bayerische Bürgermeisterin", weil für mich Parteipolitik in diesem Amt außen vor ist.

Welche Ihrer neuen Pflichten fallen Ihnen denn schwer?

Ich habe mir das Amt zugetraut, da fällt mir nichts schwer. Ich muss auch nicht alles wissen. Dafür kann ich nachfragen und mich informieren. Eine gute Vernetzung hilft dabei.

Worüber haben Sie sich in Ihrem ersten Amtsjahr besonders gefreut, zum Beispiel ein Ziel, das Sie erreicht haben?

Das schnelle Internet im Birgland hat für uns auf dem "flachen Land" lebensnotwendige Bedeutung - in ein paar Monaten ist es soweit. Gefreut habe ich mich über das Vertrauen der Bürger, wenn sie mir ihre Anliegen anvertrauen. Sie geben mir dadurch viel Kraft.

Sie sind die erste Frau in diesem Amt im Birgland. Bringen Sie eine andere Note in die Arbeit in der Gemeinde und den Vereinen?

Diese Frage amüsiert mich. Frauen und Männer sind grundsätzlich verschieden, eine andere Note bringt also jeder mit. Als Frau ist mir mein Bauchgefühl wichtig. Ich werde überall durchweg positiv aufgenommen, auch die Ämter zeigen sich sehr kooperationsbereit. Es macht einfach Spaß, hier zu arbeiten!
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