Bis auf weiteres nur zwei Mitarbeiterinnen - Notwendigkeit der vierten Stelle untermauert
Personelle Engpässe im Jugendzentrum

Das Jugendzentrum wird zum Zwei-Frau-Unternehmen. Raimunda Brusokaite hatte am Mittwoch ihren letzten Arbeitstag. Vorerst schmeißen die Hauptamtlichen Julia Zimmermann und Theresa Sowa den Laden. Im April kehrt zwar Florian Graf aus der Elternzeit zurück - um sich jedoch nach wenigen Wochen erneut in die Elternzeit zu verabschieden. Auf die personellen Engpässe machte Stadtjugendpfleger Ewald Zenger im Kinder- und Jugendhilfeausschuss aufmerksam. Auch deshalb, um die Notwendigkeit der vierten Stelle zu verdeutlichen, welche die Stadt jetzt einsparen will.

Zenger und Jugendring-Chef Tobias Reichelt berichteten dem Gremium von der wertvollen Arbeit, die der vierte Mitarbeiter möglich mache, zum Beispiel für "Weiden ist bunt". Ohne die Stelle stünden Initiativen wie die Anti-Drogen-Kampagne "Need No Speed" vor dem Aus. Nicht zu leisten wären Angebote wie Anne-Frank-Ausstellung, Theaterprojekte und vor allem die "mobile Jugendarbeit", bei der ein Sozialpädagoge unter anderem Jugendtreffs aufsucht.

"Fast sprachlos" angesichts der Verwaltungs-Empfehlung, die Stelle zu streichen, zeigte sich Steffi Sperrer (CSU). Franz Kiener (Agentur für Arbeit) wies auf 20,3 Prozent der Unter-15-Jährigen in Weiden hin, die sich im Hartz-IV-Bereich bewegten. "Da sind Karrieren vorgezeichnet. Wenn wir bei diesem Personenkreis sparen, dann müssen wir später ein Vielfaches investieren." Pfarrer Hans-Peter Pauckstadt-Künkler wies darauf hin, dass früher drei Stellen ausgereicht hätten. Erwartungen hinsichtlich der "aufsuchenden Jugendarbeit" sah Reinhold Wildenauer (BL) enttäuscht. Am Montag entscheidet der Stadtrat über die vierte Stelle im Juz. Mit 10:5 Stimmen empfahl einstweilen der Ausschuss, sie beizubehalten.
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