Bitterer Absacker nach dem Festmahl

Wer fürstlich speist, nimmt gerne einen Absacker zur Verdauung. Das macht meteorologisch Sinn, wenn man das vergangene Wochenende als hochsommerliches Festmahl bezeichnen mag. Der Absacker dagegen macht jetzt nicht unbedingt fröhlich, er schmeckt eher bitter.

Dieser Sonntag wird nämlich nahezu 20 Grad kälter als der letzte. Nach den aufkommenden Flatulenzen der Wetterküche wird im Laufe der neuen Woche aber wenigstens ein Stück von der Altweibersommer-Torte gereicht - als Dessert sozusagen. Und so schallt es doch noch süß-versöhnlich: "Wohl bekomm's!"

Am heutigen Freitag wird aber erst einmal ein freundlicher Wochenendeinstieg angetäuscht. In der Früh sind stellenweise ein paar Hochnebelfelder unterwegs, die lockern aber bald auf. Danach wechseln mal lockere, mal dichtere Wolken miteinander ab, lassen der Sonne genügend Raum für einen guten Gesamteindruck. Dazu bleibt es trocken, die Temperaturen erreichen bei rund fünf bis sieben Sonnenstunden zwischen 18 Grad in Freudenberg, 19 in Kastl und 20 in Vilseck. In der Nacht ist es teilweise klar, später bilden sich hochnebelartige Wolken bei frischen 9 bis 6 Grad.

Der Samstag wird nach Auflösung der örtlichen Nebel- und Hochnebelfelder ein Mischmasch aus dichtem Gewölk und etwas Sonne, die mit zwei bis vier Stunden aber nicht mehr so zum Zuge kommt wie noch am Freitag. Zunächst tröpfelt es nur vereinzelt, erst im Laufe des Nachmittags und Abends ziehen von Franken her lokale Schauer auf, während gleichzeitig der Nordwestwind böig auffrischt. Die Temperaturen liegen mit 15 Grad in Freihung, 17 in Neukirchen und 18 in Schmidmühlen nochmal einen Schwung tiefer. Auch in der Nacht regnet es mitunter, die Werte gehen auf 10 bis 7 Grad zurück.

Am Sonntag herrscht wolkiges und windiges Wetter mit einigen kräftigen Böen, immer wieder mal schauert es etwas vor sich hin. Dazwischen vielleicht kurz Platz für die Sonne, die bringt die Temperaturen aber nicht mehr in Gang. Gerade mal 12 Grad werden auf den Höhen um Illschwang erreicht, 14 in Sulzbach-Rosenberg und 15 in Amberg. Gelegentliches Nass von oben bleibt in der Nacht zu Montag bei rund 8 Grad erhalten.

Am Montag und Dienstag hält sich das höchst herbstliche Schauerwetter noch, die Temperaturen kommen zunächst kaum über 12 bis 16 Grad hinaus. Dann legt er aber los, der Altweibersommer - und bringt ab Mittwoch helle und sonnige Tage bei 18 bis 23 Grad. Die Nächte sind dann klar, örtlich mit Nebel, und bei 7 bis 3 Grad ist erster geringer Bodenfrost in der einen oder anderen Mulde unserer bekannten Kältelöcher nicht mehr ganz auszuschließen.
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