Bremer Stadtmusikanten: "D'lustigen Konrader" bringen vor rund 1000 Gästen einen Klassiker ...
Begeisterungssturm für tierisch gute Band

Das Publikum darf mitspielen - und der Esel jagt die ganze Rasselbande am Ende wieder von der Bühne. Bild: Kunz
Weiden. (uz) Der eine wird aus dem Haus gepeitscht. Der andere wird verstoßen, weil er die falsche Fährte sucht. Die Dritte muss weg, weil sie sonst erschossen wird. Und ein letzter, weil seine Hühner räubertechnisch nicht mehr gackern. Am Ende werden sie allesamt berühmt. Weil sie als tierisch gute Band Karriere machen. Im Norden Deutschlands, ach was, überall in Deutschland, da kennt man sie: die Bremer Stadtmusikanten.

In der Hansestadt wurde dem Quartett sogar ein Denkmal aus Bronze gegossen. "D'lustigen Konrader" haben die Geschichte von Katze, Hund, Esel und Hahn am Wochenende zweimal auf die Bühne der Max-Reger-Halle gesetzt. Rund tausend Kinder und Erwachsene verfolgten das tierische Abenteuer. In wunderschönen Kostümen und vor tollen Kulissen entführte die Kinderabteilung der Theatergruppe ihre Zuschauer in die zauberhafte Welt der Gebrüder Grimm.

Mit kleinen Abweichungen. Nuancen nur. Regisseur Heiner Balk und sein Assistent Robert Stahl präsentierten ihr Musik-Ensemble bereits zu Beginn der Geschichte als berühmte Gruppe. Was folgte, war ein Rückblick. Die vier Tiere erzählten, wie sie dazu gekommen waren, "Bremer Stadtmusikanten" zu werden. In gewisser Weise trug Müller Windemeier (Stefan Neubauer) den Löwenanteil am Erfolg. Wäre er nicht gewesen, hätte sich Esel Powidel (Maximilian Hegner) nicht vor dessen Peitsche auf und davon gemacht. Die Katze Belladonna (Elena Böhm) hätte nie die Bäuerin Lieschen Pramme (Saskia König) verlassen müssen, hätte ihr nicht Windemeier mit dem Schießprügel nachgestellt. Und Polizeihund Bonzo von Eickhorst (Julian Kalis) hätte sich nicht fälschlicherweise in den bösen Müller verbissen, anstatt der Räuberbande nachzustellen, was ihm ebenfalls den Platzverweis seines Herrchens, Wachtmeister Knöterich (Andreas Herrlein), einbrachte. Nur Hahn Caruso (Sophia Neubauer) kam anderweitig zur Band. Er entfloh dem Kochtopf, der auf ihn wartete, weil er seine Hühner vor den Räubern nicht beschützen konnte.

Es kam, wie es kommen sollte. Die vier Ausrangierten machten sich gemeinsam auf den Weg nach Bremen, um dort große Stars zu werden. Irgendwann landeten sie aber im Räuberlager von Hauptmann Moorpeter (Katja Janzen) und trällerten die ganze Bande in die Flucht. Ins Stück integriert waren auch die Kinder aus dem Zuschauerraum, die mit riesiger Begeisterung unter anderem in die Rollen von Hühnern und Mäusen schlüpften. Moderator Esel Powidel hatte anschließend immer alle Hufe voll zu tun, die Rasselbande wieder von der Bühne zu jagen.
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