Brustschmerz-Einheit der Kardiologie absolviert Rezertifizierung erfolgreich - "Jede Minute ...
Schnelle Hilfe bei Herzschmerzen

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß überreichte Chefarzt Professor Dr. Robert Schwinger die Rezertifizierungsurkunde. Dazu gratulierten (von links) Heidi Häupler, pflegerische Zentrumsleitung, Dr. Thomas Egginger, Ärztlicher Direktor, Dr. Susanne Holzgartner, Leitung QM, und Personalchef Martin Neuhaus. Bild: Steinbacher
Im Schnitt vergehen fast drei Stunden bis eine Person mit Herzschmerzen den Rettungsdienst verständigt. "Dies müssen wir unbedingt verringern. Jede Minute zählt", erklärte Chefarzt Professor Dr. Robert Schwinger von der Kardiologie des Klinikums Weiden. Das mittlerweile etablierte Weidener-Herzinfarkt-Netz (WHIN) sei hervorragend aufgestellt und könnte die Patienten schnell und gut versorgen. Dies sei auch einer der Gründe, warum die Chest-Pain-Unit der Kardiologie - englisch für Brustschmerz-Einheit - die Rezertifizierung erfolgreich abgeschlossen habe.

Dabei überprüfte die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) die erfolgreiche Umsetzung der hohen Qualitätsstandards. Denn der Patient soll schnell Sicherheit haben, ob ein drohender Herzinfarkt besteht oder nicht. "Die Rezertifizierung hat gezeigt, dass wir gutes Personal und eine gute Ausstattung haben", sagte der Ärztliche Direktor Dr. Thomas Egginger.

Um die Qualitätsstandards zu erreichen, müssen unter anderem rund um die Uhr vier Kardiologen und auch eine Herzkatheter-Bereitschaft bereitgehalten werden. "Aber das nutzt alles nichts, wenn die Leute zu lange warten", appellierte Professor Schwinger dazu, Herzschmerzen wirklich ernst zu nehmen. Auch den Ersthelfern komme eine große Rolle zu: "Nur wenn man nichts tut, macht man etwas falsch." Oberbürgermeister Kurt Seggewiß hob den Einsatz Schwingers für das Weidener-Herzinfarkt-Netz hervor. "Sie haben sich dafür immer stark eingesetzt. In diesem Bereich sind wir gut aufgestellt."
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