Bürgerinitiative gibt Auskunft über ihre Aktivitäten - Auch Windkraft ein Thema - "Fracking ...
Sonderkommission sucht nach Atommüll

Die Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen die Errichtung einer atomaren Wiederaufbereitungsanlage und sonstiger atomarer Anlagen, Hilde Lindner-Hausner, berichtete bei der Jahreshauptversammlung beim "Iblacker" über zahlreiche örtliche und überregionale Aktivitäten. Ein Schwerpunktthema war der stockende Ausbau von Windkrafträdern im Landkreis Neustadt.

Bayernweiter Einsatz

So habe sich die BI an der Klagegemeinschaft "Woran scheitert der Ausbau der Windkraft im Landkreis Neustadt" beteiligt und auch den Landrat besucht. In München habe man sich am Informationsstand der Bayern-Allianz "Dezentrale Energiewende" beim Advents-Tollwood beteiligt, in Mitterteich an der Umzingelung des Zwischenlagers und an der Aktion "Atommüllsuche Soko-Mitterteich". Weitere Themen waren die Freiwilligenmesse in Weiden und die Gedenktage zu Fukushima und Tschernobyl. Zum Weltklima-Tag steckte die BI CO2-Emmissionszertifikate auf dem Oberen Markt in Brand. Ferner war man am Welt-TTIP-Tag an der Seite der selbstorganisierten Bürgerinitiative "Stopp TTIP". Man trommelte gegen Temelin in Waidhaus und überreichte eine Petition an den Bayerischen Landtag gegen Fracking.

Auch die Stromtrasse wurde beleuchtet: Linder-Hausner sprach sich - anders als die Grünen - gegen die Trasse aus, solang der Forderung nach einer Belegung der Notwendigkeit durch Alternativberechnungen nicht nachgekommen sei. Die BI war in Berlin, München und Nürnberg bei Demos dabei und tagte als Mitglied mit der "Bayernallianz".

Ziel der BI für das neue Vereinsjahr sei das Gelingen der Energiewende und somit das baldige Abschalten der noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke. Ganz und gar unzufrieden zeigte man sich mit Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und dessen Energiereform und "Fracking-Ermöglichungsgesetz". Ein sehr wichtiges Thema werde auch die Frage der Atommülllagerung sein. Sowohl in Mitterteich wie auch bundesweit. TTIP, Fracking und Stromtrasse würden über den Tellerrand der BI hinaus sicherlich noch häufig Anlass zu Beteiligungen an Aktionen und Veranstaltungen bieten. Es sei denn, "die Politik findet einen vernünftigen Weg." Unter allen örtlichen Abgeordneten, klappe der angestrengte Informationsaustausch nur mit MdB Albert Rupprecht (CSU) sehr gut.

Die Behandlung der Petition "Fracking gesetzlich verbieten" im bayerischen Landtag stehe noch aus. Die Vorgehensweise der Bundesregierung und auch die Versprechen der Staatsregierung sah Lindner-Hausner mit großer Skepsis. Ministerin Ilse Aigners Energiedialog werde zeigen, wie wichtig die Staatsregierung die Energiewende nehme. Wie man es schaffen wolle, den erklärten Bedarf von 1500 Windrädern angesichts der Windradverhinderungs-10-H-Regelung zu verwirklichen, könne niemand erklären.

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzende bleibt Hilde Lindner-Hausner, Kassiererin ist Renate Löw, Schriftführerin Sonja Schuhmacher. Weiteres Vorstandsmitglied ist Brigitte Schnappauf.
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