Bürgerkrieg in Somalia

Seit Ende der 1980er Jahre leiden vor allem der Süden sowie die Mitte Somalias unter Bürgerkrieg und einem weitgehenden Staatszerfall. Dabei spielen die Clans in der Geschichte Somalias eine bedeutende Rolle.

Am 16. September 2012 trat zwar eine neue Regierung unter Führung von Präsident Hassan Sheikh Mahmud ihr Amt an, in die international große Hoffnungen gesetzt wurden. Dennoch erklärt der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) in einer Mitteilung über Somalia aus dem Jahr 2014: "Süd- und Zentralsomalia bleiben weiterhin sehr gefährliche Orte." Die Zahl der konfliktbedingten Todesfälle sei 2012 und Anfang 2013 weiter gestiegen.

"Die anhaltenden Kämpfe und Menschenrechtsverletzungen führen dazu, dass Tausende Zivilisten sowohl innerhalb als auch außerhalb Somalias nach wie vor auf der Flucht sind", so der UNHCR weiter. In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 seien knapp 60 000 Menschen aus Süd- und Zentralsomalia vertrieben worden. Experten schätzen die Zahl der sogenannten Binnenvertriebenen auf etwa 1,1 Millionen.

Ende 2012 gab es weltweit ebenfalls rund 1,1 Millionen somalische Flüchtlinge. (ps)
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