Bürgerliste kämpft um Verlängerung der Südost-Tangente
Die "Unvollendete"

Verstärkt von einigen Vorstandsmitgliedern suchten die Stadträte von Bürgerliste und Freien Wählern nach dem optimalen Anschluss der Fortführung der Südost-Tangente nach Tröglersricht. Bild: Wieder
Weiden braucht sie doch, diese Verlängerung der Südost-Tangente nach Tröglersricht. Davon ist die Bürgerliste überzeugt. Sie hat zwar in der Juli-Sitzung des Stadtrats ihren Antrag auf einen Bürgerentscheid zurückgenommen, aber sie bleibt dran: Die Bürgerlisten-Stadträte wollen "die Unvollendete" nicht aufgeben, sondern mit ihr die Vohenstraußer Straße vom steigenden Verkehr entlasten. Sie ließen sich am Freitagabend von Manuel Zwick über eine Bachelor-Arbeit informieren, in der schon 2013 die Ost-Tangente in sechs Varianten untersucht wurde.

Um die Geländeformationen (zum Beispiel den Schirchendorfgraben) zu überwinden, sind auf der 2359 Meter langen Ost-Umgehung zwei bis zu 11 Meter tiefe und 60 Meter breite Geländeeinschnitte sowie zwei Brücken nötig. Die Eingriffe in die vorhandenen Wander- und Wirtschaftswege sind geringer als befürchtet. Sie können auf den "Deckeln" der Tunnels sowie unter den Brücken wieder geschlossen werden.

Tiefbauingenieur Manuel Zwick rechnet mit Kosten zwischen sechs und sieben Millionen Euro. Im Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 1975 ende die Südost-Tangente am Butterhof - "eben dort, weil man sich nicht die Fortführung zur Vohenstraußer Straße verbauen wollte". "Es liefen bereits die Vorplanungen für die Anbindung nach Osten, als plötzlich der unerklärliche Stopp kam", bemerkt Zwick.

Für die Stadträte der Bürgerliste endet das Tangenten-Viereck der Stadt in Weiden-Ost in Schleichwegen. Sie gehen deshalb davon aus, dass bei der bereits beschlossenen Novellierung des Flächennutzungsplanes auch die Fortführung der Südost-Tangente nach Tröglersricht "zumindest untersucht", wenn nicht gar festgeschrieben werden müsse.

Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm sieht den zeitlichen Rahmen für den Flächennutzungsplan bei zwei bis fünf Jahren. Für die Stadt interessant sei, dass mit einer Beruhigung der Vohenstraußer Straße mehrere großflächige Wohngebiete ermöglicht würden.
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