Bürgerliste wehrt sich gegen Aussage im Kulturbeirat
"Nachhilfe" für Höher

Weiden. (ps) Knapp zwei Wochen nach der Sitzung des Kulturbeirats meldet sich die Bürgerliste in einer Presseerklärung zu Wort. Sie wehrt sich gegen die Ausführungen von Bürgermeister Lothar Höher in der Sitzung vom 15. Oktober. Der hatte der Bürgerliste "Nachhilfe" angeboten. Der Anlass: Stadtrat Philipp Beyer hatte erklärt, das Kulturamt müsste personell eigentlich noch Luft haben, die "Kulturbühne" weiterhin zu organisieren, weil eine Reihe kultureller Veranstaltungen weggefallen bzw. gekürzt worden sei.

Höher erklärte als Sitzungsleiter dazu, das Kulturamt sei vor allem durch die Übernahme der Max-Reger-Tage stark zusätzlich belastet. Denn die habe früher Prof. Kurt Seibert organisiert. Die Sommerserenaden erforderten trotz Kürzung den gleichen Organisationsaufwand. Für die Literaturtage sei die "Regi" federführend und die Bayerisch-Böhmischen Kultur- und Wirtschaftstage hätten VHS und Karin Holl organisiert. Er sei gerne bereit, das Ganze bei der Bürgerliste einmal aufzuzeigen. Die zeigt jetzt in einer Presseerklärung - unterzeichnet von Dr. Christian Deglmann - ihre Sicht der Dinge auf. Sie meint, dass Lothar Höher "wohl nicht ganz im Bilde ist" und deshalb seinerseits "Nachhilfe" benötige: "Dieses Jahr fanden aus Haushaltkonsolidierungsgründen die letzten Bayerisch-Böhmischen Kultur- und Wirtschaftstage statt, welche federführend vom Kulturamt organisiert wurden."

Durch den zweijährigen Turnus der Literaturtage falle Organisationsaufwand bei der Regionalbibliothek weg. Für die Max-Reger-Tage - seit 2008 in städtischer Hand - "waren schon früher Stellen bei der Stadt angesiedelt. Damit ist festzustellen, dass aufgrund der eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen das Kulturamt der Stadt Weiden entlastet wurde". Ganz im Gegensatz zu Höhers Behauptung von einem "riesigen zusätzlichen Aufwand", so Deglmann.

Philipp Beyer hatte letztlich dem Beschlussvorschlag zugestimmt, engagierte Bürger bzw. ein Theaterverein sollen künftig die Organisation der "Kulturbühne" übernehmen. Die Bürgerliste dagegen hätte gerne den Ist-Zustand beibehalten, wie Deglmann ausführt: "Wir (...) hätten es jedoch begrüßt, wenn die Organisation der ,Kulturbühne' nach langem Hin und Her in städtischer Kulturhand bliebe."
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