Bürgermeister Meyer verspricht bei Gewerkschaft Vorzeigeprojekte mit grünem Dach
Ein ökologisches Gewerbegebiet

Auch Helmut Fiedler (Zweiter von links) vom Gewerkschaftsbund spricht sich neben Bürgermeister Jens Meyer (links) für das neue Gewerbegebiet West IV aus. Bild: Kunz
Die Vorstände des DGB-Stadtverbands Weiden und des Kreisverbands Neustadt trafen sich im Hotel "Zur Post" zum Gespräch mit Bürgermeister Jens Meyer. Es ging um das Ratsbegehren zum Gewerbegebiet Weiden-West IV. "Wir sind überrascht, mit welcher Vehemenz die Argumente von beiden Seiten vorgetragen werden. Aber jeder hat das Recht, seine Meinung zu äußern", sagte Helmut Fiedler.

Weiden sei keine abgeschottete Stadt. Am neuen Gewerbegebiet partizipierten auch die Menschen aus dem Umland. Deshalb die Präsenz beider Gremien aus Weiden und Neustadt. "Es geht uns alle an. Wenn wir bestehen wollen in einer sich zunehmend globalisierenden Welt, müssen wir im Kleinen anfangen."

"Wir mussten in den letzten 30 Jahren einen gewaltigen Strukturwandel in der Region bewältigen", unterstrich Fiedler. Uralt-Industrien seien inzwischen so modern aufgestellt, dass sie sich auf dem Markt platziert hätten. Und nur weil man sich der Herausforderung gestellt habe, stehe man heute auf soliden Beinen. Von den Langzeitarbeitslosen mal abgesehen. "Das hat andere Gründe."

Fiedler betonte die Ansiedlung der Hochschule und die Ausweisung von Gewerbegebieten. "Wir haben alles dafür getan, dass sich die Region weiterentwickeln konnte." Deshalb brauche Weiden das neue Gewerbegebiet. "Das geht nicht gegen die Ökologie. Aber die ganze Ökologie wird nicht funktionieren, wenn das Umfeld nicht stimmt."

Zum einen, weil die Leute wegziehen würden. Zum anderen: "Was soll das für ein ökologischer Vorteil sein, wenn die Leute 100 Kilometer zur Arbeit fahren müssen." Bürgermeister Meyer unterstrich das breite gesamtgesellschaftliche Bündnis. Er sei ein ganz klarer Befürworter des Gewerbegebiets Weiden-West IV. Die vorhandenen Gewerbeflächen gingen zur Neige. Das neue Gewerbegebiet werde "Zug um Zug" entwickelt. "Wir werden nicht den Gesamtbereich abholzen und warten, was dann passiert. Nein, wir warten auf Anfragen, und dann passiert das Stück für Stück." Meyer sprach von einem "ökologischen Gewerbegebiet". Er versprach den Bürgern Vorzeigeprojekte mit Brauchwassernutzung, begrünten Dächern, Regenwassereinspeisung, Solaranlagen und Waldparkplätzen.
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