Bürgermeister muss beichten

Die langjährigen passiven Mitglieder Johann Ulrich (links) und Herbert Kreuzer (rechts) mit Kreisbrandrat Fredi Weiß.

Die Feuerwehr Holzhammer steht hervorragend da. Davon zeugen die vielen Jugendlichen, die sich engagieren - aber auch die perfekte Zusammenarbeit mit der Kommune. Daran ändert auch ein kleiner Faux-Pas des Bürgermeisters nichts.

Bürgermeister Josef Reindl lobte die Aktiven beim Kameradschaftsabend im Schützenheim für ihre ehrenamtliche Dienste über den Schell'nkönig und wollte deswegen eigentlich eine Geldspende überreichen. Dann aber sagte er, er müsse beichten: Er habe das Kuvert im Rathaus vergessen. Selbstverständlich werde er den Zuschuss umgehend nachreichen.

Millionen-Ersparnis

Besonders lobte Reindl die Arbeit der Jugendwartin Stefanie Gräf und der vielen Jugendlichen. Sie seien der Garant für eine gute Zukunft der Feuerwehr. Welchen enormen Wert die Arbeit der Feuerwehrleute habe, verdeutlichte Kreisbrandrat Fredi Weiß. Wenn der Landkreis die Arbeit einkaufen müsse, die die Aktiven in den 115 Freiwilligen Feuerwehren leisten, müsste er 600 bis 650 hauptamtliche Kräfte einstellen, was im Jahr rund 36 Millionen Euro kosten würde.

Vorsitzender Hans Friedl bezeichnete den Kameradschaftsabend als Höhepunkt im Vereinsjahr. Neben Ehrungen stehe dabei immer auch das Gedenken an die verstorbenen Mitglieder auf der Tagesordnung. Und so besuchten die Teilnehmer vor Beginn der Versammlung einen Gottesdienst in der Wolfgangs-Kirche. Der neue Kommandant Heiko Friedl durfte dann im Schützenheim die Ehrungen vornehmen.

Den Wissenstest wurde von den Jugendlichen in verschiedensten Stufen absolviert. Eine Urkunde erhielten Veronika Biller, Selina Dolge, Jasmin Plößl und Nicole Siegert. Die Stufe Silber schafften Jonas Hohl, Simon Prüll, Pascal Rackwitz, Sebastian Schlosser, Leonie Siegert und Lena Werner. Und für Bronze ernteten Sonja Prüll und Martina Wagner Anerkennung. Am Kreisentscheid zum Bundeswettbewerb beteiligten sich in der Stufe Silber Jonas Hohl, Simon Prüll, Pascal Rackwitz, Sebastian Schlosser, Leonie Siegert und Lena Werner. Auf Gold-Ebene traten Veronika Biller, Antonia Schlosser, Celina Dolge, Laura Siegert und Stefanie Gräf an. Mit der Gruppe erreichten sie 1355,7 von möglichen 1400 Punkten und sicherten sich den Pokal für den 7. Platz. Der Jugendleistungsprüfung stellten sich Antonia Schlosser, Kilian Hohl, Maximilian Götz, Veronika Biller, Laura Siegert und Moritz Plößl mit großem Erfolg.

Auch das Leistungsabzeichen für technische Hilfeleistung stand auf dem Plan: Die Feuerwehr Holzhammer beteiligte sich an einer Gruppe, die aus Aktiven der vier Wehren bestand. Die Leistungsstufe in Bronze sicherte sich Andreas Mayerhofer, in Silber Anja Schäfer, in Gold-Blau Stefan Kumeth und in Gold-Grün Heiko Friedl.

Seit Jahrzehnten im Dienst

Eine Löschgruppe, Leistungsabzeichen Wasser, wurde auch geehrt. Für die verschiedenen Stufen wurden Susanna Friedl, Simone Siegert, Felix Plößl, Christoph Prechtl, Andreas Ulrich, Daniel Neidl und Kilian Hohl ausgezeichnet. Den Gruppenführerlehrgang absolvierten Klaus Uschald und Andreas Gräf sehr erfolgreich. Anerkennung für 25 Jahre aktiven Dienst gab es für Wolfgang Siegert. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden Hermann Uschald, Uli Plößl, Friedrich Straub und Reinhard Flierl mit einer Urkunde und einem Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim in Bayerisch Gmain geehrt.

Außerdem standen Belobigungen für langjährige passive Mitgliedschaft auf der Tagesordnung. Folgende Mitglieder erhielten eine Urkunde: Johann Ulrich (60 Jahre), Herbert Kreuzer (50) und Wilfried Schlosser (40).
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