Bürgervotum zu Ost-Tangente?

Viele Themen, die den Stadtteil Weiden-Ost betreffen, kamen beim politischen Frühschoppen der SPD auf den Tisch. Mit dabei (von rechts): Stadtrat Dr. Matthias Loew, Ortsvorsitzender Host Fuchs, OB Kurt Seggewiß und Stadtrat Dr. Matthias Holl. Bild: hcz

Folgt der Abstimmung über West IV ein zweiter Bürgerentscheid? Beim politischen Frühschoppen der SPD klang es danach: Die Genossen stellten dabei auch einen Bürgerentscheid zur Ost-Tangente in Aussicht.

Die umstrittene Fortführung der Süd-Ost-Tangente über den Heindlkeller bis Tröglersricht war aber nur eines von vielen Themen bei dem Treffen im Sportheim des FC Weiden-Ost. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Horst Fuchs, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß sowie die Stadträte Dr. Matthias Holl und Dr. Matthias Loew stellten sich dort den Fragen der Bürger und ihrer Parteigenossen.

Werbung für West IV

Breiten Raum nahm die Werbung für das geplante Industriegebiet West IV ein. Seggewiß erklärte, dass die Zustimmung zum Bürgerbegehren am 9. November von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Stadt in den nächsten 20 bis 30 Jahren sei. Der Bund Naturschutz, der bei einem Erfolg der West-IV-Befürworter eine Klage gegen die Ausweisung als Industriegebiet angekündigt habe, solle sich diesen Schritt gut überlegen, wenn das Votum der Bürger eindeutig sei. Roland Franz, Ortsvereinsvorsitzender Mooslohe/Rehbühl und von Beruf Architekt, sagte, dass heutige Unternehmen der Produktionsbranche "viel Fläche" benötigten. Es gehe darum, die Absolventen der OTH in der Region zu halten, indem man ihnen Arbeitsplätze anbiete.

Holl berichtete, dass er in Tirschenreuth, wo er arbeitet, oft nach der "Stadtgalerie" gefragt werde. Seggewiß sagte, dass demnächst der neue Bebauungsplan im Amtsblatt veröffentlicht und die Planungen öffentlich vorgestellt würden. Einfluss auf den Gewerbemix habe die Stadt, da bereits ein Einzelhandelskonzept vorliege. Zur steigenden Zahl von Asylbewerbern betonte er abermals, dass "die Stadt schon immer die schützende Hand über Flüchtlinge gehalten hat". Man werde dies auch wieder tun. Allerdings kritisierte er, dass die "Sozialkosten Europas den Kommunen aufgebürdet" würden.

Beim Thema "altes Hauptpostgebäude" wurde Seggewiß barsch: "Es kann nicht sein, dass ein Glücksritter hinter unserem Rücken der Regierung ein Gebäude als Flüchtlingsheim anbietet, das nicht im Geringsten in den Stadtentwicklungsplan passt." Zehn Jahre Stadtentwicklung seien dahin, wenn dies angenommen werde.

CSU-Stadtrat Hans Forster, der noch Applaus bekommen hatte, weil er sich "in die Höhle des Löwen" traute, wurde wegen eines NT-Berichts über die Staus an der Bushaltestelle im Hetzenrichter Weg angegriffen. "Dass die CSU vom Busfahren keine Ahnung hat, hat man kürzlich beim Thema Fernbus gesehen", meinte Uli Farnbauer. Und weiter: "Ich bin als Busfahrer beleidigt, wenn ich als Stau-Verursacher bezeichnet werde."

Park-Probleme

Loew stimmte ihm zu. Die Bürger müssten umdenken. Es sei nicht alles aus Autofahrersicht zu bewerten. Der ehemalige Stadtrat Wilhelm Moser verwies auf vor Jahren einstimmig gefasste Beschlüsse. Einig waren sich alle, dass die Parkplatzsituation an der FOS/BOS unbefriedigend sei.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.