"Bundesweit für Furore gesorgt"

Ihre Kreativität kannte keine Grenzen: Für ihre Erfolge beim "Europäischen Wettbewerb" wurden 35 Gustav-von-Schlör-Schüler und 15 Elly-Heuss-Gymnasiastinnen im Spiegelsaal der Bezirksregierung ausgezeichnet. Bild: Hinterberger

Die Konkurrenz war wahrlich nicht klein: Rund 80 000 Schüler hatten sich heuer am "Europäischen Wettbewerb" beteiligt. Bei der Prämierung ernteten mal wieder viele Weidener Lob, besonders drei von der FOS/BOS stachen hervor.

Sich künstlerisch und kreativ mit Europa auseinandersetzen - darum geht es beim "Europäischen Wettbewerb". Nun ist die 62. Auflage vorüber, und im Spiegelsaal der Bezirksregierung in Regensburg bekamen die 152 Preisträger aus 25 Oberpfälzer Schulen ihre Auszeichnungen. Darunter auch 35 Gustav-von-Schlör-Schüler und 15 Elly-Heuss-Gymnasiastinnen.

Sie alle hatten sich mit dem Thema "Europa hilft - hilft Europa?" beschäftigt. Zentral war dabei die Frage, wie Europa seiner weltweiten Verantwortung gerecht werden könne. Bei der Umsetzung des Wettbewerbs waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. In Bildern, Filmen oder Texten stellten sie ihre Ansichten zur Flüchtlingsthematik, den Arbeitsbedingungen in anderen Ländern oder anderen Kulturen dar.

Kurt Mitländer, der bayerische Landesbeauftragte des Wettbewerbs, betonte besonders, dass drei der bundesweiten besten Arbeiten von der FOS/BOS kommen. Die Beiträgen stammen von Anton Alesik (er hatte ein Bild über Armut und Reichtum eingereicht), Julia Ignatova (sie porträtierte Flüchtlinge aus "Camp Pitman") sowie dem Gemeinschaftsprojekt von Anna-Lena Höcherl und Jenny Kunz (sie erstellten einen Zeichentrickfilm zum Thema Krieg und Frieden). "Die Schule sorgt in der Jury bundesweit für Furore", erzählte Mitländer schmunzelnd. Die Beiträge der FOS/BOS stünden ohnehin seit Jahren für eine hohe Qualität.

"Es ist euch gelungen, in Antworten und Visionen aufzuzeigen, dass Europa eine Verantwortung für die Regionen der Welt trägt, denen es nicht so gut geht", lobte Regierungspräsident Axel Bartelt die Preisträger. Sie hätten sich kreativ, aber auch kritisch mit Europas Aufgaben auseinandergesetzt. "Hört nicht auf, euch weiter für Europa zu engagieren."

Zustimmung erhielt Bartelt auch von Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs sowie Landrätin Tanja Schweiger. "Die Welt, in der wir leben, gibt es nur einmal", erklärte Wolbergs. "Es darf uns deswegen nicht egal sein, wenn woanders Krieg herrscht oder die Menschen nicht genug Wasser haben", fuhr er fort. Das Leben werde nur dann gut, wenn man es gemeinsam gestaltet. Schweiger betonte, dass der Wettbewerb den Schülern vor allem die Möglichkeit gibt, über den Tellerrand zu sehen: "Ihr habt bei der Arbeit an eueren Projekten auch über euren eigenen Lebensraum hinausgeschaut."
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