"Cabin" präsentiert jede Menge Indie-Perlen im Kunstverein - Treibende Drums bringen Musiker in ...
Musikalische Kentucky-Connection

Alte Bekannte: "Cabin" war jetzt zum zweiten Mal in Weiden - diesmal mit Band und mit Verstärkern. Bild: otj
Weiden. (otj) Die Band "Cabin" kommt aus Louisville in Kentucky und kennt die Oberpfalz. Sänger Noah hat einen Teil seines Studiums hier verbracht und scheinbar hat es ihm gefallen. Denn im vergangenen Jahr bespielte er mit seinen Bandkollegen die Straßen von Regensburg. Auch ein Live-Auftritt in Weiden kam dabei heraus - allerdings in stark reduzierter Formation, bestehend aus Noah Hewett-Ball und seiner Frau Sarah. Schon das Unplugged-Konzert vor dem "Neues Linda" war ein echter Sommernachtstraum.

Veranstalter: das "Sündikat"

Am Samstag spielte die Band nun "eingestöpselt" und in voller Besetzung im Kunstverein - auf Einladung des "Sündikats". Mit E-Gitarre, Schlagzeug, Bass und Keyboard bekommen die Songs wesentlich mehr Druck. Mit dem elektrifizierten Sound und den treibenden Drums nimmt die Band ordentlich Fahrt auf.

Die Songs erinnern immer wieder an den zeitlos-legendären Holzfäller-hemdsärmeligen College-Rock von Bands wie "Pavement" oder "Built To Spill". Die zum Teil fast psychedelischen Gitarrengewitter werden immer wieder durch sehr gefühlvolle Songs unterbrochen. Die Stimme von Noah ist dabei extrem wandlungsfähig - irgendwo zwischen nölen wie Stephen Malkmus und seufzen wie Thom Yorke.

Vor allem wenn die Familie Hewett-Ball mehrstimmig singt, werden die Gesangsparts zärtlich, ja fast zerbrechlich. Sogar Streicher kommen zum Einsatz. Eine Verkitschung erstickt das Schlagzeug im Keim - das klingt manchmal, als jage eine auf Hochtouren geheizte Dampflokomotive den Rest der Band.

Aus all diesen Zutaten mischt "Cabin" groß- und einzigartige Songs. Indie-Perlen, die sie bereits auf mehreren Alben veröffentlicht haben: "Govern The Good Life" (2005), "Among The Rectangles and Changeable Parts" (2010) und "It Is What It Looks Like" (2013) sind den Freunden von Musik abseits des Mainstreams allerwärmstens zu empfehlen.
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