Chor und Blechbläser: 80-köpfiges Ensemble aus Hersbruck macht Konzert zu einem Erlebnis
Diese Gospels gehen unter die Haut

Gott verehren mit Seele und Körper: Der Chor Sound of Joy verwandelte in der Kaltenbrunner St.-Martins-Kirche Gesang in religiöse Bekenntnisse, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Bild: bk
Das Konzert war ein Erlebnis. Temperament und Freude am Musizieren prägten den Auftritt des Gospelchors Sound of Joy und der Band der Selnecker-Kantorei Hersbruck in der evangelischen St.-Martins-Kirche. Der Elite-Chor eroberte von der ersten Minute an die Herzen der aufmerksamen Zuhörer. An der musikalischen Qualität und mitreißenden Präsentation konnte jeder Besucher ablesen, warum Sound of Joy auch im Ausland begeistert. Den ersten Sonderapplaus gab es für den humorvollen Initiator, Pfarrer Matthias Weih: "Wir fühlen uns nicht nur sehr geehrt, sondern finden es auch gut, dass Sie die Wichtigkeit der Oberpfalz im Reigen der Staaten unserer Welt erkannt haben."

Schon beim Eingangslied "In this House" beeindruckte der Chor mit präzisen Einsätzen, sicherer Stimmführung, dynamischen Kontrasten und lang ausgehaltenen Schlussakkorden. Dirigent und Kirchenmusikdirektor Karl Schmidt gelang es, die Freude an der Leidenschaft auf die Sänger zu übertragen. Unter die Haut gingen die sanften Melodien von "Praise his holy name" und "You are mine". Band und Bläser setzten den Songs pointierte Glanzlichter auf. Bei "Freedom Train" hieß es dann: "Der Zug fährt ein, steigt ein!", ehe mit Melanie Schmidt und Lea-Marie Frank zwei Solistinnen zu "Everytime I feel the spirit" glänzten. Von Dekanatskantor Schmidt motiviert, stimmte man gemeinsam "Say it loud" an, unterstützt von Bläsern, Band und Chor - ein herrlicher Lobgesang. Ein hohes Niveau bot der von überwiegend jungen Leuten besetzte Chor bei drei A-cappella-Sätzen: einem rhythmischen Sprechgesang "I can tell the world", einem traditionellen Spiritual "Deep River" und dem von der Sopranistin Julia Schmidt gekrönten "Listen to the lambs". Von der Größe, Güte und Gnade Gottes sprachen auch die Texte aus Psalm 145 mit bestechenden Soli von Silke Graf und Sandra Härtl.

Beim "Don't forget" erging der Aufruf, die Augen vor den Mitmenschen nicht zu verschließen, die Hilfe brauchen. Mit einem fulminanten von Bläsern und E-Gitarren jubilierend umspielten "All in favor" klang das gelungene Konzert aus.

Nach minutenlangem Beifall durfte das rund 80-köpfige Ensemble erst nach den drei Zugaben "My Sheperd" (Solistin Veronika Frank), "Put your hand in the hand" und "The lord bless you an keep you" aufhören.
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