Christian Seltmann verabschiedet sich nach vielen Jahrzehnten als Jagdpächter
Jagdpächter gibt die Flinte ab

Nach rund fünf Jahrzehnten gab Christian Seltmann (3. v. r.) die Jagdpacht weiter. Er und Herbert Neuber (links) werden von Helmut Meiler (rechts) abgelöst. Geschenke überreichte Vorsitzender Günter Prölß (2. v. r.), Reinhold Gailer (2. v. l.) vertrat die Untere Jagdbehörde. Bild: R. Kreuzer
Neunkirchen. (kzr) Jahrzehntelang hat Christian Seltmann das Jagdrecht für die Jagdgenossenschaft Neunkirchen ausgeübt. Bereits in den 60er Jahren hatte er seinen Vater als Pächter abgelöst. In dieser langen Zeit bestand ein enges Vertrauensverhältnis zwischen den Jagdgenossen und ihrem Pächter. Doch nun sah Christian Seltmann die Zeit für einen Wechsel gekommen: "Man wird ja nicht jünger. Ich gebe die Pacht ab und reiche sie an Helmut Meiler weiter."

Gleichzeitig mit ihm hört auch Herbert Neuber auf. Er hat in den vergangenen zwölf Jahre zusammen mit Christian Seltmann die Jagd betreut. Vorsitzender Günter Prölß verabschiedete die beiden in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft mit einem Geschenk. Zugleich hieß er Helmut Meiler als neuen Jagdpächter willkommen.

Der Wegebau von der Schulleiten Richtung Mallersricht sei finanziell von den Mallersrichter Kollegen unterstützt worden, berichtete Prölß. "Der Jagdkataster ist nun auf dem neuesten Stand. Wir haben beschlossen, die Kosten auszusetzen", sagte Prölß. Der Schaden durch Schwarzkittel habe sich in Grenzen gehalten.

Kassier Josef Frimberger berichtete von einem kleinen Verlust, Revisor Georg Miederer bestätigte jedoch korrekte Eintragungen. Die Kosten für die Schulleiten seien zwar überraschend gekommen. Die Genossenschaft habe sich jedoch gleich beteiligt, denn ein Jahr später hätte sie die Reparaturkosten alleine schultern müssen. In seinem letzten Bericht bedauerte Christian Seltmann, dass der Abschussplan nicht ganz erfüllt werden konnte. "Die Rehe sind ausgeblieben. Der Abschussplan wird deshalb nächstes Jahr zu Ende gebracht." Die Jäger brachten zudem acht Füchse zur Strecke. Die Wildschäden hielten sich in Grenzen.

Reinhold Gailer von der Unteren Jagdbehörde erklärte, dass "Wildschwein-Alarm in Bayern" für ihn die große Überschrift gewesen sei. Denn der frostarme Winter habe eine Vermehrung der Schwarzkittel gebracht. Der großflächig angebaute Energiemais sei zudem ideale Nahrung für das Schwarzwild.

Die Jagdgenossen beschlossen, den Pachtschilling aufzuteilen: 150 Euro erhalten die Landfrauen für ein gemeinsames Essen, der größere Teil bleibt in der Kasse für weitere Wegearbeiten. Abschließend ließen sich alle das Jagdessen schmecken.
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