CIRS - aus Fehlern können alle lernen

Neben Crew Resource Management gibt es einen weiteren Baustein in der Medizin, der helfen soll, aus Fehlern zu lernen, um kritische Situationen zu vermeiden: Critical Incident Reporting System (CIRS). Privatdozent Dr. Torsten Birkholz stellte dieses Berichtssystem vor.

Jemand melde einen Vorfall oder Fehler, nach der Anonymisierung der Daten werde dieser analysiert. Da ein Feedback erfolge, "bleibt das nicht im luftleeren Raum, sondern hat Konsequenzen". Der Anästhesist schilderte, wie eine CIRS-Meldung konkret zu einer Verbesserung der Patientensicherheit beigetragen hat: Das Team eines Schockraums verfügt jetzt über einen eigenen Defibrillator, was vorher nicht der Fall war.

Im Rettungsdienstbereich Landshut läuft seit 2013 die Telefonreanimation. Das heißt: Die Rettungsleitstelle leitet Laien telefonisch an, Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand zu reanimieren.

Über das Ergebnis berichtete der dortige Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Stephan Nickl, der zugleich Vorsitzender des ÄLRD-Ausschusses ist. Die Auswertung der Daten nach exakt einem Jahr ergab: Neun Menschen leben dank dieser Maßnahme heute weiter, "ohne jegliche neurologische Defizite". (san)
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