Claudia Biller-Fütterer und Gerda Gillitzer zeigen ihre Werke beim Bauernverband
Fantastische Weltreise

Claudia Biller-Fütterer (Dritte von links) und Gerda Gillitzer (Mitte) bringen noch bis März Farbe in die Geschäftsstelle des Bauernverbandes. Zu besichtigen: täglich von 8 bis 16.30 Uhr, freitags bis 13 Uhr. Bild: uz
Weiden. (uz) "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele", zitierte der Geschäftsführer des Bauernverbandes, Hans Winter, Pablo Picasso. Er eröffnete die Ausstellung "Phantasievolle Reise um die Welt" mit Bildern von Claudia Biller-Fütterer und Skulpturen von Gerda Gillitzer in den BBV-Geschäftsräumen.

Laudator Stefan Voit betonte den Bewegungsprozess als Motor künstlerischen Schaffens. Landschaft sei gemeinhin ein natürlicher, geographischer Raum. "Es gibt Berge und Täler, Flusslandschaften und Körperlandschaften. Und irgendwie bewegen wir uns alle in ihnen." Claudia Biller-Fütterer nimmt den Betrachter mit auf Trips, die aus dem Tiefenraum ihrer Seele aufsteigen. Im Foyer präsentiert die Vohenstraußerin gegenständliche Motive. Wüsten, eine Toskana-Idylle. Je weiter sich die Arbeiten aber von der "Rezeption" entfernen, desto verspielter werden sie.

In den Nebengängen beginnt sich in den Bildern alles Stabile aufzulösen. Man staunt, man interpretiert. Man merkt, dass Claudia Billder-Fütterer nicht nur auf den Schwingen der Fantasie weit gereist ist. Ihre Bilderflut, ihre Farbenpracht, manchmal auch ihr Grau in Grau, erreichen den Betrachter aus künstlerisch unterschiedlichsten Richtungen. Der eine sieht eine Burg, der andere interpretiert in dieselbe Arbeit das Fensterkreuz eines Bauernhauses.

Seit 2011, beginnend im westböhmischen Rundfunkgebäude in Pilsen, stellen die Künstlerinnen ihre Werke oft gemeinsam aus. Während man bei der Malerin immer auf die Neuentdeckung der Fläche gestoßen wird, beschäftigen sich die Keramiken der Pleysteinerin Gerda Gillitzer mit dem Fabelhaften: Wesen aus der Mythologie, aber auch archaische Figürchen. Eine beinlose Reiterin auf einem Pferd ohne Beine. Ein grotesk komponierter Fisch. Die dreidimensionalen, körperhaften Kunstwerke passen in die große Weltlandschaft, die bis 20. März zu sehen ist. Konstantin und Maximilian Sailer umrahmten die Vernissage musikalisch.
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