"Clausnitzer" lernen über Trennung, Tod und Krankheit
Hospiz macht Schule

Trennung, Krankheit und Tod - wie gehe ich damit um? Diese Frage stellte sich die 4a der Clausnitzer-Schule. Bild: Dobmeier
Es waren keine leichten Themen: Mit Trennung, Krankheit und Trauer setzten sich die 22 Kinder der Klasse 4a an der Clausnitzer-Schule fünf Doppelstunden lang auseinander. Das Projekt war Teil der Aktion "Hospiz in der Schule" und soll den Kindern helfen, sich in außergewöhnliche Lebenssituationen einfühlen zu können, füreinander da zu sein und miteinander Freude und Leid zu teilen.

"Auch Kinder sind von Trennungen, Krankheit und Tod betroffen. Wir wollen sie mit diesen Themen nicht alleine lassen", begründete Schulleiterin Silvia Bäumler. "Hintergrund der Aktion ist es, das Leben als ein einmaliges Geschenk wahrzunehmen und dessen Begrenztheit zu spüren", ergänzte Religionslehrer Herbert Baumann. Die Idee, bereits Kinder an diese Themen heranzuführen, geht auf die Gründer der Weidener Hospizbewegung, Ilse und Heribert Stock, zurück. Das hier entwickelte "Weidener Modell" soll nun allen anderen bayerischen Schulen als Beispiel präsentiert werden.

Bei dem Projekt erarbeiteten die Schüler unter Anleitung von Kinderhospizbegleiterin Elke Horstmann-Henn, Religionspädagogik-Student Christian Glaser und Religionslehrer Baumann Diskussionsgrundlagen zu den Themen. Sie hörten Beispielgeschichten, sangen Lieder und unternahmen Fantasiereisen.

Auf die Frage, was sie in diesen Stunden gelernt hat, antwortete Marie: "Auch wenn jemand stirbt, das Leben geht weiter und man kann deshalb auch fröhlich sein." Victor ist jetzt klar "Hoffnung ist ein großes Geschenk, man kann damit viel erreichen."
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