Coaching-Projekt für Arbeitsmarkt - Stadtrat hängt drei Jahre dran - Dauerhafte Institution ...
Die Zukunft verlängert

Die Zukunft geht weiter. Für drei Jahre zumindest. In seiner Sitzung bewilligte der Stadtrat die Fortsetzung des Projekts "Zukunftscoach", auch wenn die Stadt dadurch künftig mehr Zuschüsse beisteuern muss.

Coach in Weiden ist Roswitha Ruidisch. Ihre Arbeit war bislang bis Juni befristet gewesen, da das Projekt, das zu 70 Prozent aus EU-Mitteln und vom Freistaat bezuschusst wird, dann nach zweieinhalb Jahren ausgelaufen wäre. Ziel ihrer Tätigkeit ist, Fachkräfte für lokale Arbeitgeber angesichts des demografischen Wandels zu sichern. Dafür habe sie ein Handlungskonzept entwickelt, das im Moment umgesetzt werde, berichtete sie dem Stadtrat. Jüngstes Beispiel für die Maßnahmen, die aus dem Konzept entstanden, war eine Großveranstaltung an der Hochschule. Dabei sollten Arbeitnehmer von Dualen Studiengängen für die Nachwuchskräfte überzeugt werden. Daneben laufen viele weitere Aktionen.

Rechtsdezernent Hermann Hubmann machte sich stark für eine Fortsetzung des Projekts. "Die Frage ist: Setzen wir dieses Handlungskonzept um - oder lassen wir es im Regal stehen?" Umsetzen, lautete die Antwort von Hans Blum (CSU), der von einem "schönen Konzept" sprach. Allerdings forderte er jährliche Berichte über die Arbeit des Projekts, um dessen Erfolge zu überprüfen. Umsetzen, das war auch die Antwort von Bürgermeister Lothar Höher. Ruidisch "hat eine ganz wichtige Funktion inne". Zumal die Demografie-Expertin in diesem Bereich dem Stadtrat wichtige Vorlagen für Entscheidungen liefern könne.

Thematisch beschränkt

Gisela Helgath (Grüne) betonte, dass ihre Fraktion das Thema Demografie schon lange anspreche. Dem Projekt stehe sie zwar offen gegenüber, trotzdem hätte sie sich gewünscht, dass mehr als nur der Bereich Arbeitsplätze behandelt werde. Die thematische Beschränkung sei allerdings von den Geldgebern so vorgeschrieben, erläuterte Ruidisch.

Noch einen Schritt weiter würde Dr. Christian Deglmann (Bürgerliste) gehen. Die bisher geleistete Arbeit sei beeindruckend. Damit die Wirkung nachhaltig gesichert werde, könne er sich aber vorstellen, dass daraus eine dauerhafte Institution werde, vielleicht ein Zukunftsreferat.

Vorerst bleibt es jedoch bei einem um drei Jahre verlängerten Projekt. Das Gremium stimmte - mit Ausnahme von drei CSU-Stadträten - für die Fortsetzung. Die Förderung wird künftig nur mehr bei maximal 60 Prozent liegen, wobei die Kofinanzierung teils auch über Sachleistungen wie die Bereitstellung eines Büros möglich ist.
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