CSU freut sich über neuen Kreisvorsitzenden der Mittelstands-Union und klagt über ein, zwei ...
Das Problem: "Weiden hat kein Schloss"

Mit Kurt Haas (Sechster von links) steht der Nachfolger von Bernhard Schlicht an der Spitze des Kreisverbandes der Mittelstands-Union der CSU fest. Bild: Kunz
Kurt Haas ist neuer Kreisvorsitzender der CSU-Mittelstands-Union. Er folgt damit auf Bernhard Schlicht, der im Mai 2014 zurückgetreten war. Stellvertreter sind Markus Bäumler und Hans Würschinger. Bürgermeister Lothar Höher prophezeite, dass die Stadt Weiden in "zwei bis drei Jahren" überm Schuldenberg sei.

Dies könne allerdings nur dann gelingen, wenn folgende drei Punkte erfüllt würden: Vergrößerung der Einnahmen, runter mit den Ausgaben durch vernünftiges Sparen und das regionale Aufteilen regionaler Aufgaben. In seinem Referat "Der Wirtschaftsstandort Weiden" betonte Höher die Demonstration des Sparwillens gegenüber der Regierung. Ein dickes Lob galt der Regierungszeit von Hans Schröpf: "Er hat innerhalb von 30 Jahren alles aufgeholt, für was andere vergleichbare Städte 100 Jahre gebraucht hatten." Aber selbst Schröpf habe erkannt, dass die nächste Generation nun schauen müsse, dass sie die Infrastruktur auch halten könne. Ein Riesenproblem für den Stadtsäckel seien die Sanierungsmaßnahmen: "Bei uns geht so viel kaputt."

Die CSU sei eine Erfolgspartei, mit der sich Bevölkerungsschichten und Glaubensrichtungen identifizierten. Leider sei das bürgerliche Lager in Weiden gespalten. "Wär das nicht der Fall, hätten wir die Mehrheit." Ein weiterer Standortnachteil für die Stadt sei das, was schon Gustl Lang gesagt habe: "Weiden hat kein Schloss." Weiden sei nie Hauptstadt eines Bezirks oder Landkreises gewesen. "Wir sind eine Neureichenstadt. Das Chicago der Oberpfalz." Nicht zuletzt wegen der rasanten Entwicklung nach dem Bahnanschluss. "Wir sind eine charmante Stadt mit großer Strahlkraft." Allein schon die geographische Lage sei ein Traum.

Fraktionschef Wolfgang Pausch freute sich, dass mit Haas "ein erfahrener Mann an Bord geht, der weiterhin einen erfolgreichen Kurs steuert". Wirtschaft sei sehr wichtig. Deshalb habe man ja auch für das Gewerbegebiet Weiden-West IV gekämpft. Denn: "Die Region braucht ein starkes Weiden."

CSU-Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer, der nach dem Rückzug Schlichts die Gesamtverantwortung für die Wirtschafts-Union innehatte, war ein Stein vom Herzen gefallen. Die Suche nach einem Nachfolger sei - ähnlich wie bei der Frauen-Union - keine leichte gewesen. Nun sagte er: "Ich rufe die neue Vorstandschaft auf, den Kontakt zu Wirtschaftsclub und Wirtschaftsjunioren zu suchen. Lasst uns gemeinsam an Lösungen für die Herausforderungen unserer Stadt und dem Mittelstand arbeiten."

Kommissarischer Kreisvorsitzender Hans Schindler erwähnte den Einsatz des Kreisverbandes Neustadt für das geplante Gewerbegebiet Weiden-West IV.
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