CSU will kostenloses mobiles Internet in der Altstadt aufbauen: Attraktives Angebot
Heißes Thema "Hotspot"

Überall mit dem Handy im Netz unterwegs: Markus Bäumler, Wolfgang Pausch und Maria Sponsel (von links) wollen öffentliche Hotspots in der Altstadt einrichten lassen. Bild Wieder
Wieder mal enttäuscht zeigen sich CSU und Junge Union. Sie fordern die Einrichtung eines öffentlichen W-Lan-Netzes bzw. Hotspots in der Altstadt. Aber in einer "blutleeren Stellungnahme" bügelt die Verwaltung den Antrag als "Nice to have" ("schön zu haben"), aber schwer zu realisieren ab. In einem Pressegespräch untermauern CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch, JU-Kreisvorsitzende Maria Sponsel und Stadtrat Markus Bäumler, der IT-Beauftragte der Weidener CSU, ihren Antrag. Die Verwaltung habe für eine fundierte Stellungnahme genügend Zeit gehabt, stellt Bäumler fest. "Aber das hat sie nicht mit sonderlich viel Lust und Liebe gemacht."

Öffentliche Hotspots seien keineswegs ein "Nice to have", sondern das "Must have" überhaupt, widerspricht Maria Sponsel. Dies hätten längst auch wesentlich kleinere Orte erkannt. "Neustadt hat das öffentliche Internet, Nittendorf, Neunburg vorm Wald, Oberviechtach und Regenstauf."

Wichtiger Standortfaktor

Ein öffentliches Wireless-Lan-Netz in der Altstadt steigere die Attraktivität, sei schlichtweg ein wesentlicher Standort- und Strukturfaktor - "wie Strom oder Autobahn". "Wir sind Schul- und Hochschulstadt. Kein Internet, das ist für Schüler und Studenten fast ein Weltuntergang", betont Sponsel. Sie verweist aber auch darauf, dass der Internetzugang auch "für die Geschäftswelt, den Tourismus wichtig" sei. "Kleine Gemeinden haben das alles längst erkannt. Weiden hinkt hinterher."

Die Stadt habe bei der Umsetzung des CSU-Antrages sicherlich mehrere Optionen, erläutert Fraktionschef Pausch. Sie solle den Auftrag öffentlich ausschreiben und sich dann einen Profi ins Boot holen. Dieser Partner trage die Störerhaftung, wodurch dieses Problem gelöst sei. Pausch setzte auch Fragezeichen hinter die von der Stadt genannten Kosten. Pausch, Sponsel und Stadtrat Bäumler rechnen nach eigenen Recherchen mit etwa 7 Cent pro Einwohner für das Einrichten und 3 Cent für den späteren Betrieb des Netzes. "Das ist also gar nicht so teuer."

Mittelfristig, so das CSU-Trio, sei auch die Ausdehnung der Hot-Spot-Abdeckung in die Max-Reger-Straße und den Zentralen Omnibusbahnhof erstrebenswert. Bäumler: "Das wäre ein Gewinn für jeden in der Stadt."
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