"Damit können wir umgehen"

Die Stärke der CSU und der Oberpfalz beschwor CSU-Bezirksvorsitzender Albert Füracker (Zweiter von links) bei der Mitgliederehrung des Kreisverbandes Weiden. Kreisvorsitzender Stefan Gollwitzer (links) wies stolz auf die zahlreichen treuen Mitglieder hin. Bild: Kunz

"Die Leute, die wir bisher untergebracht haben, stellen eine Größenordnung dar, mit der wir tatsächlich umgehen können", erklärte Staatssekretär Albert Füracker bei der CSU-Mitgliederehrung. Die Partei kümmere sich, keiner sei fremdenfeindlich. "Wir sind ein weltoffenes Land."

Weiden. (uz) Bayern werde im kommenden Haushalt 3,25 Milliarden Euro für Flüchtlinge ausweisen, sagte der Staatssekretär aus dem Bayerischen Finanzministerium bei der Veranstaltung des Kreisverbands im Schützenhaus. "Daraus erstatten wir den Kommunen 100 Prozent ihrer Sachkosten." Integration sei dem Land Bayern wichtig. Wer Hilfe brauche, dem werde geholfen. Allerdings könne dies auf Dauer nur gelingen, "wenn wir uns nicht überfordern". Füracker: "Darauf hinweisen zu dürfen, muss wohl noch gestattet sein." Der CSU-Bezirksvorsitzende weiter: "Integration hat dann Grenzen, wenn man mental an Grenzen stößt, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, Unterkünfte in kurzer Zeit ordnungsgemäß zu organisieren, und die Menschen auch nicht in der Weise schnell integrieren können, wie wir das möchten."

Jüngst erst habe Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) unterstrichen, dass kurzfristig nur zehn Prozent der Neuankömmlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten. "Auf uns kommt eine Herkulesaufgabe zu." Die schlüssigste Antwort darauf habe die CSU: "Hilfe ja, für die, die berechtigterweise hier sind, Integration und Verteilung ja. Aber wenn wir den Zuzug nicht beschränken können, wird vieles von dem, was wir hier diskutieren, in Zukunft Makulatur sein."

In seiner Festrede beschwor Füracker das Selbstbewusstsein der Oberpfalz. "Wir sind nicht die Unter- und auch nicht die Hinterpfalz." Auch Weiden sei 36 Jahre lang von einer erfolgreichen CSU regiert worden. Gustl Lang und Hans Schröpf: "Das war keine schlechte Zeit für Weiden, ganz im Gegenteil." Kreischef Stefan Gollwitzer bezeichnete der Bezirksvorsitzende als den "neuen Lenker" der Weidener CSU. Wie Füracker betonte, werde auch Landtagsabgeordnete Petra Dettenhöfer bald wieder "mit voller Kraft" zur Verfügung stehen.
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