"Dann mal weg" nach dem Abi

Expertin für Auslandsaufenthalte von jungen Leuten: Lisa Hussenether von "active abroad". Bild: sbü

Auslandserfahrung sorgt für Pluspunkte bei der Bewerbung. Das Berufsinformationszentrum zeigt die Möglichkeiten dafür auf. Zum Beispiel Au Pair - immer noch ein Renner. Aber es gibt auch Neues.

(sbü) Viele junge Menschen wollen nach dem Abitur eine Auszeit nehmen. Dafür bietet sich ein Auslandsaufenthalt an. Ein Praktikum in London, "Volunteering" in Südafrika oder "Work and Study" in Neuseeland - es gibt verwirrend viele Angebote. Eine Informationsveranstaltung im Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur Weiden - Titel: "Ich bin dann mal weg" - half, sich in diesem Dickicht der Möglichkeiten besser zurechtzufinden. Dazu hatte die Arbeitsagentur Lisa Hussenether, Programm-Managerin von "activeabroad" aus Freising, gewonnen. Sie vertritt eine Organisation, die für junge Menschen zahlreiche Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte organisiert und unterstützt.

Nach wie vor steht die Au-Pair-Stelle ganz oben auf der Empfehlungsliste. "Hier sind Sie finanziell gut abgesichert, haben sofortigen Familienanschluss und sind nicht so sehr auf eigene Initiative angewiesen", erklärte Hussenether. Man sollte allerdings 18 Jahre alt sein, möglichst einen Führerschein haben und etwas Erfahrung in der Kinderbetreuung. Mittlere bis gute Kenntnisse der Sprache des Ziellandes seien ebenfalls erforderlich.

6 bis 12 Monate, in den USA nur 12 Monate Aufenthalt kämen dabei in Betracht. Mit monatlichem Entgelt von 300 bis 400 Euro könne man meistens rechnen. Bei USA-Aufenthalt übernehmen die Gastfamilien auch Flug, Versicherung und die Kursgebühr für ein Vorbereitungsseminar im Ausland. Dafür gebe es nur rund 200 Dollar Taschengeld.

Eine andere Form sei "Demi Pair", zum Beispiel in Form einer Kombination von Halbtagsarbeit und Sprachschulbesuch. Als Dauerbrenner unter den Abiturienten bezeichnete Hussenether das Programm "Work and Travel". Mit sehr flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten könne damit zum Beispiel in Australien auf Farmen gearbeitet und gleichzeitig das Land "bereist" werden.

Weitere Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte seien "Camp Counseling" (Betreuung von Kindern und Jugendlichen in US-Ferienlagern), Auslandspraktika (meistens ohne Vergütung) oder auch Arbeit im Hotel-Tourismus in England oder Spanien. Wer nach Neuseeland wolle, müsse sich um ein von "Working-Holiday-Visum" bewerben. Allerdings ist dabei das Kontingent auf jährlich 4000 begrenzt. Generell empfahl die Expertin: "Informieren Sie sich vor einem Auslandsaufenthalt unbedingt über die dortigen Lebensumstände". Nähere Infos: www.activeabroad.de
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