"Das ist eine Sternstunde"

Die Freude ist ihnen allen anzusehen: Zum einen sind die Pfarrangehörigen von St. Josef und Stadtpfarrer Markus Schmid (Vierter von rechts) glücklich darüber, dass es einen passenden Spender für den leukämiekranken Robin gibt. Zum anderen freuen sie sich mit dessen Mutter Katharina Gorka (vorne, Mitte) über die Spende zugunsten der Typisierungsaktion. Bild: Dobmeier

Ein Glück kommt selten allein: Kurz nachdem bekannt wurde, dass es einen passenden Spender für den leukämiekranken Robin gibt, kam auch noch ein kuscheliges Geschenk für den Sechsjährigen dazu.

"Schöner hätte die Nachricht nicht sein können - das ist eine Sternstunde!" Mit diesen Worten beschrieb Stadtpfarrer Markus Schmid von St. Josef die Neuigkeit, dass für den an Leukämie erkrankten 6-jährigen Robin eine passender "genetischer Zwilling" gefunden ist. Die Meldung kam kurz vor einem Treffen im Pfarrhof. Dort übergaben Mitglieder der Pfarrei eine Spende in Höhe von 3000 Euro, um die Kosten für die Typisierungsaktion für Robin vom Juni ein Stück weit zu decken.

Robins Mutter, Katharina Gorka, berichtete überglücklich, dass bei den Gewebemerkmalen des Spenders 10 von 10 Werte übereinstimmten. Die Chancen für ihren Sohn stünden dadurch viel besser, als wenn - das wäre die Notlösung - etwa sie als Mutter gespendet hätte. Bei ihr hätten nur vier von zehn Merkmalen gepasst. Gleichzeitig dankte Gorka allen Unterstützern. Der Wasserball-Trainer von Robin, Florian Modl, kommentierte, der Spender sei wie ein Sechser im Lotto.

Pfarrer Schmid erinnerte an die Dynamik, mit der sich so viele Helfer für die Typisierung engagiert hätten. Er sah darin auch ein Bild der Kirche, die übersetzt aus dem Griechischen "Die Herausgerufene" heiße. Die 3000 Euro aus der Pfarrgemeinde stammten vom 40-Jährigen des Kindergartens St. Maria (750 Euro), vertreten durch Christine Schnödt und Heidi Muth, aus dem Motorradgottesdienst von Gerhard Knorr (670 Euro), vom Pfarrgemeinderat aus der Fronleichnamsverköstigung und dem Verkauf von "Rita-Rosen" durch Romy Götz (250 Euro). Den Löwenanteil übergab Alexandra Lukas vom katholischen Frauenbund, der den "Rest" mit 1230 Euro auf die 3000 Euro aufrundete. Als symbolisches Zeichen erhielt Katharina Gorka zudem eine Kerze und für den kleinen Patienten Robin einen Teddy, der einen Fisch im Arm hält - der Fisch ist Erkennungszeichen Jesu. Alle Beteiligten wünschten der Familie viel Glück und Erfolg sowie für die kommende Zeit Durchhaltevermögen im christlichen Glauben, zu dem sich Katharina Gorka und ihr Sohn als eifrige Kirchgänger sonntags in St. Josef bekennen.
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