Das Programm

Heuer gibt es vier Termine, angefangen im Mai, endend im Oktober. Sollte sich jemand keinen davon entgehen lassen wollen, so wird er den Landkreis einmal von Osten nach Westen durchquert haben. Programm-Flyer liegen in Kirchen, bei Tourismus-Stellen, in Rathäusern, bei Bildungsträgern und in Bankfilialen auf.

St. Georg Rieden

Hier nimmt am Sonntag, 3. Mai, um 16 Uhr die Reihe ihren Ausgang. Bei diesem Sakralbau handelt es sich um eine der wenigen Kirchen der weiteren Umgebung, die romanischen Ursprungs ist. Entsprechend bewegt ist die Geschichte des Baus, die 1825 die Spotz'n-Kirwa am 24. April hervorgebracht hat. Als kulinarischen Pfiff gibt es "Süßes vom Suserl" in dem benachbarten namhaften Traditionswirtshaus Landgasthof Zum Bärenwirt. Auch diesem Haus mangelt es nicht an Geschichte.

St. Magdalena Götzendorf

Dieses idyllisch gelegene Gotteshaus ist eine Besonderheit, nämlich eine Simultankirche, die gleichermaßen von katholischen wie evangelischen Christen genutzt wird. Ihre Geschichte steht am Sonntag, 14. Juni, um 16 Uhr auf dem Programm. Kunstgeschichtlich steht St. Magdalena für bäuerlichen Barock.

Der Pfiff wird auf der Orgel beigesteuert, die von Johann Heinssen (1797 bis 1849) stammt. Danach wird das Gasthaus Michl in Dietersberg angesteuert, bekannt für eine gutbürgerliche Küche mit Fleischgerichten von Tieren aus eigener Haltung und Schlachtung.

Maria-Hilf-Bergkirche

Hier funktioniert die Symbiose von Kirche und Wirtshaus quasi noch in vollen Zügen. Dieser Termin steht am Sonntag, 27. September, 16 Uhr, an. Da ist die bis in das Jahr 1634 zurückgehende Wallfahrtswoche Ende Juni/Anfang Juli lange vorbei und die Kopie einer Madonnendarstellung von Lukas Cranach kann in aller Ruhe genossen werden.

Eine Führung durch das sanierte Franziskanerkloster ergänzt als Pfiff diesen Nachmittag, der in der Bergwirtschaft, dem ursprünglichen Mesnerhaus, gemütlich kulinarisch ausklingen kann.

Maria-Hilf-Kapelle

Jetzt geht es ganz weit in den Landkreiswesten nach Pinzigberg bei Auerbach. Die Kapelle, die am Sonntag, 18. Oktober, 16 Uhr, Ziel ist, steht unter anderem auch für von Volksfrömmigkeit getragenen Trotz der Untertanen. Denn die Kapelle wurde im Zuge der Säkularisierung 1803/04 auf staatliches Geheiß hin zerstört. Das Volk baute sie sich wieder auf. Diese Geschichte garnieren als Pfiff mit moritatenhaften Liedern die Nitzlbucher Frauen sowie Koiser Weiwer. Dann wird's herzhaft vor felsiger Kulisse, wenn die Runde im Landgasthof Zum Mittler in Steinamwasser einkehrt.

Als Teilnehmergebühr werden jeweils vier Euro pro Erwachsenem erhoben. (zm)
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