Das Totholz liegen lassen

Den Schlusspunkt der Zeitreise und damit der Entwicklung des Mischbestands bildete eine starke, abgestorbene Fichte. Sie wurde vom Waldbesitzer bewusst aus Artenschutzgründen stehen gelassen.

Dieses sogenannte Totholz bildet die Lebensgrundlage tausender Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen, Moosen und Flechten, die sich im Lauf der Zeit an diesen speziellen Lebensraum anpassen. Darunter befinden sich allein in Deutschlands Wäldern mehr als 1300 Totholz bewohnende und abbauende Käfer- sowie etwa 2500 Pilzarten. Das sind mehr als die Hälfte aller in den hiesigen Wäldern vorkommenden Pilzarten und mehr als ein Viertel aller Käferarten. Hinzu kommt ein Drittel aller Waldvogelarten.

Revierleiter Stefan Binner wies darauf hin, dass viele Waldbesitzer totes Holz aus Angst vor dem Borkenkäfer regelmäßig entfernen. "Dies ist unnötig, da der gefährliche Fichtenborkenkäfer an bereits abgestorbenen Bäumen nicht vorkommt. Vielmehr benötigt er geschwächte lebende Bäume, um sich fortzupflanzen", klärte er auf. (ibj)
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