Defizit zu hoch: Gebühren werden zum 1. März erhöht
Tohuwabohu um das Kinderhaus

Gar nicht zufrieden waren die Stadträte bei den Haushaltsberatungen mit den Zahlen des Kinderhauses Tohuwabohu. So soll das Defizit im nächsten Jahr auf 266 000 Euro steigen. Im vergangenen Jahr hatte es noch bei 157 000 Euro gelegen, für heuer waren gar nur 5000 Euro eingeplant.

Ein Dorn im Auge sind den Mitgliedern des Finanzausschusses auch die Personalkosten. Diese sollen im Jahr 2016 auf 745 000 Euro zunehmen. 2014 hatten sie 612 000 Euro betragen.

CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch kritisierte "ständig wechselnde Zahlen". Sein Kollege bei der SPD-Fraktion, Roland Richter, forderte, das Defizit müsse runter. "Auf Dauer ist das nicht so zu machen." Die Leiterin des Jugendamtes, Bärbel Otto, gab den in diesem Jahr abgeschlossenen Tarifverträgen die Schuld.

Dabei ist es nicht nur zu normalen prozentualen Lohnerhöhungen gekommen. Auch Um- und Höhergruppierungen tragen zur überdurchschnittlichen Erhöhung der Personalkosten bei.

Ohne Diskussion segneten die Ausschussmitglieder Gebührenerhöhungen für das Kinderhaus ab. So sollen zum 1. März 2016 die Grundbeträge um 15 Euro (Kindergarten) und 5 Euro (Krippe) im Monat steigen. Bei der Verpflegung wird 50 Cent pro Essen mehr verlangt.
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