Den Königinnenweg gemeistert

Alle diese "Ellys" haben Großes geleistet und im Zeugnis eine Eins vor dem Komma stehen. Sogar eine 1,0 erzielten Julia Lingl, Laura Ackermann und Katja Schmidt (vorne, Dritte bis Fünfte von links). Bild: R. Kreuzer

Ein neuer Lebensabschnitt wartet: Das galt bei der Abifeier am "Elly" diesmal nicht nur für die Gymnasiastinnen, sondern auch für ihren Chef. Ein besonderes Abschiedsgeschenk bereiteten dem scheidenden Schulleiter Anton Schwemmer drei Schülerinnen - in Form einer Glanznote.

Schöne Zahlen lieferte das Elly-Heuss-Gymnasium bei der Verabschiedung seiner Abiturientinnen: 73 junge Damen erreichten den schulischen Gipfel. Das sind immerhin 72 Prozent derjenigen, die 2007 ihre Gymnasiallaufbahn am Elly begonnen hatten. Diese endete für ein Trio besonders gut: Drei Mal gab es bei der Feier in der Aula ein Zeugnis mit einer 1,0 überreicht (Hintergrund ).

Musikalisch eröffneten zunächst aber Luisa Bäumler (Klavier) und Lina Willfurth (Geige) mit "Opus 100 Sonatina G-Dur" von Antonin Dvorak den Abend. Stadtrat Dr. Matthias Holl betonte, dass die Stadt die Schulen unterstütze - so gut es eben gehe: "Wir wollen das Möglichste tun." Gleichzeitig lobte er das Klima am "Elly": "Hier herrscht ein guter Geist, nehmen Sie ihn mit."

Preis verliehen

Als Vertreterin des Fördervereins warb zweite Vorsitzende Dr. Susanne Holzgartner um den Beitritt der Abiturientinnen: "Sie können ihrer Schule weiter verbunden bleiben." Zudem überreichte sie einen 500-Euro-Preis für eine besondere Leistung an Christina Holzgartner. Im Namen des Elternbeirats gratulierte Vorsitzender Bernhard Stangl: "Gut habs es g'macht." Das gelte für die Besten. "Passt scho" für den Mittelbau. Und: "Ins Kraut ei taugts" für die weniger Guten.

Schulleiter Anton Schwemmer, der zum letzten Mal vor seinem Ruhestand Abiturientinnen verabschiedete, nahm sich in seiner Ansprache die Zeit vor. Die sei ja nicht nur während der Prüfungen wichtig, als der Blick immer wieder zur Uhr wanderte. "Ihre Schulzeit, meine Schulzeit, meine Dienstzeit, bei der die Uhr auch bald abläuft: das Ende wird überall signalisiert." Aber nur scheinbar. Denn mit dem Abitur ende zwar ein wichtiger Lebensabschnitt. Gleichzeitig eröffne sich jedoch eine weitere Lebensreise mit neuen Stationen. Jetzt gelte es, mit festen Schritten weiterzugehen, die nächste Station selbst zu bestimmen.

Bewegtes Flaggschiff

Bewegte Zeiten konstatierte er für die Schulart Gymnasium. Sie sei früher ein Flaggschiff in der bayerischen Schullandschaft gewesen und bleibe zukunftsfähig. Aber nach all den Reformen gelte auch: "Wir brauchen eine Phase der Verlässlichkeit, eine Phase der Konsolidierung und Ruhe, ein entsprechendes Klima für unsere pädagogische Arbeit." Das G8 sei machbar, für viele sogar sehr gut, stellte er gleichzeitig fest. Und: Der Weg zum Abitur über das Gymnasium bleibe der direkte, schnellste und qualitätsvollste, der Königsweg.

"Stay the night" sang und spielte auf der Gitarre Julia Benkhardt. Danke sagten in einem Rückblick die Schülerinnen Vreni Peischl, Katja Schmidt und Lina Willfurth. In einem Solo sang Sarah Steiche "Home" von Gabrielle Aplin. Mit "Roadrunner", dargeboten von Katja Schmidt (Flöte) und Laura Steinsdörfer (Klavier) endete der offizielle Teil der Feier.
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