Denkmal für den Mauerspecht aus Muglhof

Dieses Gemälde des Neustädter Künstlers Ernst Umann soll Winfried Prems Mauer-Denkmal in Berlin zieren. Repro: Götz
Eine Mail aus Muglhof erreichte in diesen Tagen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Absender: Winfried Prem, der Mann, der Anfang der 90er Jahre die Berliner Mauer schredderte. Einige der Mauerteile hat der 65-Jährige noch in seinem Besitz. Der Kanzlerin bietet er an, eines davon als Denkmal zu spenden. Stehen soll es vor dem Reichstag.

Dort würde es dann nicht nur an den Fall der Mauer als solchen, sondern speziell auch an Prems Engagement in Berlin erinnern. 1990 hatte der Muglhofer bei der Nationalen Volksarmee der DDR den Auftrag seines Lebens an Land gezogen. Prem machte Millionen - und hätte auch lange danach an der Mauer gut verdienen können. Der Chef eines großen Buchverlags, dem Prem zwei Mauersteine schenkte, versuchte ihn dazu zu überreden, seine Erinnerungen aufzuschreiben. "Aber ich bin nicht dazugekommen. Ich hatte zu viel zu tun." Prems Geschichte lesen Sie stattdessen auf Seite 47.
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