Der gezähmte Fluss

"Als Geschichtslehrer freut mich das natürlich besonders", kommentierte "Elly"-Schulleiter Anton Schwemmer (hinten, links), als er die Urkunden für den Preis beim historischen Schülerwettbewerb "Erinnerungszeichen" übergab. Preisträgerinnen sind (von links): Karolina Hanczuch, Luisa Beinrucker, Anna Träger und Rebecca Lang. Rechts der betreuende Lehrer Karl Piendl . Bild: Hartl

Preisgekrönte Geschichte: Für eine historische Arbeit haben vier "Ellys" eine Auszeichnung bekommen. Das Thema fanden sie praktisch vor der Schultüre.

Alles fließt. Das gilt nicht nur für das Wasser in Flüssen, auch Wasserläufe selbst verändern sich ständig, und sei es durch den Einfluss von Menschen. In einem besonderen Fall haben das vier Elly-Heuss-Gymnasiastinnen akribisch dokumentiert und dafür einen Anerkennungspreis beim Schülerwettbewerb "Erinnerungszeichen" ergattert. Das Thema des Geschichtswettbewerbs, getragen vom Kultusministerium, lautete "Flussgeschichten". Welchem Fluss sich die Gruppe widmen würde, war da rein geografisch recht schnell geklärt. "Wir haben die Waldnaab ja gleich vor unserer Tür", sagt Luisa Beinrucker. Also machte sie sich - neben der Schule - fast ein halbes Jahr lang an die Arbeit, gemeinsam mit Karolina Hanczuch, Rebecca Lang und Anna Träger.

Aufwendige Recherche

Heraus kam, betreut von Geschichtslehrer Karl Piendl, die nun eben preisgekrönte Power-Point-Präsentation "Die gezähmte Waldnaab - Weiden und der Flutkanal". Die 15- beziehungsweise 16-Jährigen untersuchten frühe Bemühungen um Hochwasserschutz in der Stadt, vor allem den Bau des Kanals von Ende der 30er bis in die 50er Jahre hinein. Sie kramten im Stadt- und im NT-Archiv, fragten nach beim Wasserwirtschaftsamt und nahmen historische Fotos, denen sie Bilder von der Situation heute gegenüberstellen.

Dabei zeigte sich unter anderem, "dass der Fluss viel schmaler geworden ist, nicht so wild", fasst Beinrucker zusammen. Aber auch Wandel neben dem Wasser, Veränderungen im Stadtbild wurden anhand der Bilder deutlich. Ein gutes Beispiel dafür ist das Gymnasium selbst. Die Naabwiesen waren ja bis vor nicht allzu langer Zeit noch Überschwemmungsland. Heute lernen dort die "Ellys". Alles fließt eben.
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