Der Inhalt

Das autobiographische Stück handelt von Frieda Pressner (81), jüdischer Herkunft. Sie lebt bei der Familie ihres Sohnes. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie zusammen mit ihrem damals fünfjährigen Sohn auf dem Dachboden eines Hauses - im von den Deutschen besetzten Polen, jetzt Westukraine - versteckt gehalten. So überlebten sie. Im Rückblick auf ihre dramatischen Erlebnisse nennt Frieda die Ukrainer "Mörder", spricht aber im gleichen Atemzug von den "guten Ukrainern". Über ihre eigene Vergangenheit redet sie nicht. Durch die hartnäckigen Fragen ihrer Enkelin tritt für Frieda ein lang unterdrückter Schmerz wieder zutage. Sie erinnert sich aber auch an die erfahrene fürsorgliche Liebe auf dem Dachboden und an die Spiele und Fantasiereisen mit ihrem Sohn Emil. Auch für Emil tauchen langsam die Erinnerungen auf. Kompliziert wird alles, als sich Besuch aus der Ukraine ankündigt. Die wechselnden Szenen zwischen heute und damals zeigen, wie wichtig Erinnern und Vergessen auf dem Weg zur Vergebung sind, und wie schwer die Wahl zwischen Gut und Böse besonders in schrecklichen Zeiten ist. (blm)
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