Der richtige Mischwald meistert den Klimawandel und ermöglicht guten Ertrag
Kiefern und Laubhölzer

Gemeinsam mit den Waldbesitzern erklärten Abteilungsleiterin Helga Verron, Revierförster Stefan Binner und der Geschäftsführer der WBV Sulzbach-Rosenberg, Uwe Gmach (von links), einen gelungenen Waldumbau. Bild: ibj
Wie kann der Wald den Klimawandel bewältigen? Im Mittelpunkt der Waldbegehung standen deshalb die Pflege und Verjüngung von Kiefernbeständen. Dazu hatten das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) und die Waldbesitzervereinigung (WBV) Sulzbach-Rosenberg die Waldbesitzer eingeladen. 24 Interessierte sowie Jagdpächter Martin Wild kamen zu der Veranstaltung am Fischweg bei Hahnbach.

Revierleiter Stefan Binner und WBV-Geschäftsführer Uwe Gmach stellten an drei Exkursionspunkten vor, wie der dringend notwendige Waldumbau von Kiefernbeständen auf sehr nährstoffarmen und trockenen Standorten geschafft werden kann. Um den Wald für den Klimawandel zu rüsten, sollten Mischwälder aus Kiefern und verschiedenen Laubholzarten gezogen werden. Als beste Wahl für eine solche Mischung wurde der Baum des Jahres, die Traubeneiche, genannt. Sie kommt nicht nur bestens mit einem warmen, trockenen Klima und nährstoffarmen Böden zurecht, sie liefert zudem von Brennholz über Parkett bis zum Furnier ein breites Spektrum sehr hochwertiger Hölzer.

Die drei ausgewählten Bestände zeigten eindrucksvoll, wie dynamisch der Wald auf gezielte Durchforstungen reagiert. Er stabilisierte sich nicht nur (und bleibt damit auch für künftige Generationen erhalten), sondern die Waldbesitzer können das nachhaltig anfallende Holz auch gut vermarkten. In den demonstrierten Fällen erzielten die Waldbesitzer dank moderner, maschineller Verfahren mit einer Durchforstung ein Einkommen von bis zu 2600 Euro pro Hektar. Der Waldumbau ist finanziell attraktiv, weil der Staat die notwendigen waldbaulichen Maßnahmen, die der Erhöhung der Klima-Toleranz der Wälder dienen, mit einem enormen Förderprogramm unterstützt.

Die Resonanz unter den Besuchern war dementsprechend positiv und Revierförster Stefan Binner nahm sich im Anschluss weiterer Anfragen für kostenlose Einzelberatungen an.
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