Der Turm ist kein Muss

Zum 20. Geburtstag gaben die "Turmschreiber" Kostproben ihres Schaffens. Leiterin Helga Wiesbeck präsentierte die abwechslungsreichen Texte - unter anderem von Martina Liebl, Ingolf Potgrave, Rosa-Maria Ernst und Claudia Gierisch (von links). Bild: Otto

Kurzgeschichten, Gedichte, Tagebucheinträge - die "Turmschreiber" nutzen viele Wege, um sich auszudrücken. Und das nun schon seit 20 Jahren. Bei der Geburtstagsfeier im Alten Schulhaus gab es viele Kostproben der Autoren.

"Sie leben offensichtlich im Einklang mit dem Mondkalender, denn da steht heute drin: Kultur ist angesagt." So begrüßte Helga Wiesbeck die Gäste der Matinee. Sie ließ die Anfangstage der "Turmschreiber" in der Stadtbücherei und dann im Flurerturm Revue passieren. Aber auch im Augustinus-Gymnasium habe man alles, was man brauche: einen Raum des Rückzugs und einen festen Termin.

Die kurzweilige Lesung repräsentierte den Stil- und Themenschatz der Turmschreiber. Titel wie "Schreibwerkstatt", "Bilder", "Flaschenpost" oder "Wühlmäuse" wurden auf unterschiedlichste Art und Weise textlich umgesetzt. Sie begegnen der Welt mit Sprache mal humorvoll, mal hintersinnig, aber auch ernst und nachdenklich. Die Autoren bedienten sich dabei der Reimform, fassten Erlebtes in Kurzgeschichten oder machten sich als Satire lustig - beispielsweise über die Apple-Watch. Die Besucher dankten mit reichlich Applaus. Den gab es auch für das "Duo Sonnenvögel", das die Lesepassagen zwischendurch auflockerte.

Besonders freute sich Helga Wiesbeck über Besuch aus Berching: Die "LiteraTürmerinnen" waren extra angereist, um den Turmschreibern mit Selbstgeschriebenem zu gratulieren und ihre Hochachtung auszudrücken: "Uns gibt es noch nicht so lange. Und ein Buch haben wir auch noch nicht herausgebracht." Die gebundene Textsammlung gab und gibt es selbstverständlich auch zu kaufen.
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