Der Würfel soll gefallen

Blick von Nordosten auf das "E-House". In diesem Vorentwurf hat es 4 Geschosse und ist etwa 16 Meter hoch - bei gut 600 Quadratmetern Nutzfläche. Sollte die Nachfrage groß sein, könnte es sogar 5 Stockwerke bekommen.

Die Hochschule will den Bereich E-Commerce als neuen "Leuchtturm" aufbauen. Mit dem "E-House" bekommen die Pläne konkret Gestalt. Für die OTH und ihre Nachbarn bringt das Vorhaben ganz nebenbei noch weitere Vorteile.

Was klein ist, muss anderweitig auffallen. Das dürfte Architekt Christoph Thomas mit seinen Entwürfen für das geplante "E-House" bei der Hochschule gelingen (wir berichteten). Das Gebäude mit einer Grundfläche von nur 16 mal 22 Metern "muss ein klares Signal haben", erklärt Thomas bei der Vorstellung der Pläne. Andernfalls würde es zwischen großen Bauten wie der FOS/BOS und dem Technologie-Campus (Architekt hier war ebenfalls Thomas) einerseits und dem unbebauten alten Festplatz auf der anderen Seite untergehen. Das klare Signal bekommt das "E-House" durch seine Form: Es erinnert an einen Würfel.

Die Form nehme einen mit. Genauso wie E-Commerce, worum sich alles in dem neuen Bau drehen wird, "uns alle mitnimmt, ob wir wollen oder nicht". Gleichzeitig schließe das Gebäude, das auf einer Freifläche zwischen der Zufahrt zum FOS/BOS-Parkplatz und der Bushaltestelle entsteht, das bislang offene Gelände am westlichen Ende der Campus-Allee und den Hermann-Brenner-Platz ab.

Hier also ein Abschluss - für die OTH dagegen ein Startschuss. Nachdem sie in Weiden mit dem Ausbau des Bereichs Medizintechnik jüngst erst "einen Leuchtturm" geschaffen hat, wie Präsident Prof. Dr. Erich Bauer sagt, soll künftig mit E-Commerce ein weiterer dazukommen. Das reflektiert auch den Wunsch vieler Unternehmen der Region, hier mehr Know-how zu erwerben. Deshalb sollen die Räume in dem Haus Firmen wie BHS Corrugated, vielleicht einmal auch Start-ups und die OTH mieten. Um voranzukommen, brauche es Nähe und Netzwerke, erläutert BHS-Chef Christian Engel.

Wobei die OTH noch auf eine zweite Art profitieren soll: Die für das Projekt verantwortliche Sparkasse Oberpfalz Nord plant zusätzlich mindestens 185 Parkplätze. Weit mehr als eigentlich für das "E-House" nötig - an Abstellmöglichkeiten mangelt es derzeit jedoch sehr rund um den Campus. Sie entstehen zwischen Hetzenrichter Weg und "Schützenhaus". Ein schöner Nebeneffekt, aber nicht der Hauptgrund, warum die Politik hinter dem Vorhaben steht. OB Kurt Seggewiß und Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert (beide im Verwaltungsrat der Sparkasse) jedenfalls finden nur lobende Worte für das Projekt: "Das stärkt die Region."
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