Der Zug ist am Ziel

Die erfolgreichen Absolventinnen mit Studiendirektor Alfred Kirzinger (links), Ärztin Dr. Barbara Steinhauser (Dritte von links), Dr. Rudolf Poschenrieder (Fünfter von links), Lehrerin Karin Heilek (Zweite von rechts) , Studienrätin Christine Pöringer (rechts). Bild: R. Kreuzer

Mit 46 Medizinischen Fachangestellten verabschiedete der Fachbereich Gesundheit und Körperpflege an der Europa-Berufsschule so viele Damen wie noch nie. Darunter auch vier Prüfungsbeste.

Weiden. (kzr) Bei den Medizinischen Fachangestellten (MFA) seien vor drei Jahren alle fahrplanmäßig auf diesen Ausbildungszug aufgesprungen, sagte Studiendirektor Alfred Kirzinger. "Nach verschiedenen Zwischenstopps ist der Zug nun an seinem Ziel angekommen. Sie haben die Prüfung bestanden". Das Umsteigen in einen anderen Zug bedeute für die Absolventinnen hoffentlich schöne und interessante Ziele im Leben, als da wären Berufstätigkeit oder auch Heirat und Familie.

Als Beauftragter des Ärztlichen Kreisverbandes Weiden-Neustadt gratulierte Dr. Rudolf Poschenrieder. Er erinnerte an drei Jahre Lernen und Gemeinschaft. "Sie und die Lehrkräfte gingen Hand in Hand mit den Ausbildungsbetrieben." Die Auszubildenden seien in Theorie und Praxis umfassend unterrichtet worden. "Ihr habt euch in die Praxis eingebracht mit dem Charme und der Neugier der Jugend und der Fröhlichkeit, die jungen Menschen zu eigen ist", bescheinigte der Mediziner den Absolventen.

Entwicklung ist ungewiss

Der Beruf sei spannend, kein Tag werde zur Routine, sagte Dr. Poschenrieder. Es wisse aber auch keiner, wie sich die medizinische Versorgungslandschaft weiter entwickeln werde und ob nicht die medizinischen Versorgungskonzerne, die derzeit die Krankenhäuser an sich reißen würden, vielleicht irgendwann die freien Praxen verschlingen würden.

Mit dem Bezwingen der steilen Gipfel bei der Tour de France verglich Ärztin Dr. Barbara Steinhauser, die Vorsitzende des Prüfungsausschusses für die MFA, die von den jungen Frauen gemeisterte schriftliche und praktische Prüfung. "Einfühlungsvermögen, Kontaktfähigkeit, auf sehr unterschiedliche Menschen eingehen können, aber auch verunsicherten Menschen entgegenkommen, das sind wesentliche Charakterzüge einer MFA", sagte Dr. Steinhauser.

Sie ehrte die Besten: Laura Drechsler schloss mit eine Notendurchschnitt von 1,7 ab, Stefanie Schmeller mit 1,85, Natalie Ernstberger und Laura Frischholz jeweils mit 2,05.

Schülerinnen der Klassen GAH 12 a und GAH 12 b blickten auf die drei Jahre Ausbildung zurück und überreichten Blumen an Oberstudienrätin Andrea Brunner, Karin Heilek, Christine Pöringer und Dr. Barbara Steinhauser.
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