Dezimierte SV-Wasserballer unterliegen knapp beim Aufsteiger Duisburg
Große Chance verpasst

(prg) Die Bundesliga-Wasserballer des SV Weiden reisten unter schlechten Vorzeichen zum Auswärtsspiel beim Duisburger SV 98. Mit Andreas Jahn, Jakob Ströll, Dávid Támas und Michael Trottmann fielen gleich vier Leistungsträger aus. Ersatzcenter Vladyslav Gorski erkrankte zudem auch. Dezimiert und ersatzgeschwächt waren die Erwartungen der Oberpfälzer bescheiden. Um so überraschender: Die Weidener hatten eine gute Chance, sogar einen Sieg mit nach Hause zu nehmen. Diese wurde jedoch nicht genutzt und am Ende stand eine knappe 5:6 (2:3, 0:2, 1:1, 2:0)-Niederlage zu Buche.

5:2 zur Halbzeit

Die Partie begann mit der 1:0-Führung der Hausherren. Weiden glich durch Ryder kurze Zeit später aus. Drei weitere Unterzahlsituationen brachten jedoch das 3:1 der Duisburger, ehe Nikolaj Neumann zum 3:2-Zwischenstand zur ersten Pause verkürzte. Das ausgeglichene, jedoch sehr ereignisarme zweite Viertel brachte mit 2:0 die 5:2-Halbzeitführung der Hausherren.

Auch im dritten Abschnitt schenkten sich die Kontrahenten nichts. Das sehr intensiv, aber stets fair geführte Spiel erfuhr auch bis zur letzten Viertelpause keine Vorentscheidung. Beim 6:3 aus Sicht der Duisburger war noch nicht alles verloren für die Wodarz-Schützlinge. Vier Minuten vor dem Ende bekam ein Duisburger Spieler seine Nerven kurz nicht unter Kontrolle und wurde für eine brutale Handlung bis Spielende ersatzlos des Wassers verwiesen. Den darauf folgenden Strafwurf lochte Neumann zum 6:4 ein.

Den Gästen blieben knapp vier Minuten Überzahlspiel, um die Begegnung doch noch zu gewinnen. Gut zwei Minuten vor Abpfiff traf Thomas Kick zum 6:5. Mindestens ein Punkt war zum Greifen nahe. Als noch ein Duisburger einen Wasserverweis kassierte, waren die Gäste 20 Sekunden lang sogar mit zwei Spielern mehr im Wasser. Trainer Gerhard Wodarz nahm eine Auszeit, der folgende Angriff wurde wie geplant ausgespielt. Nur der Abschluss wollte nicht klappen, der Ball landete lediglich an der Querlatte und der Abpraller in den Reihen der Westdeutschen, die anschließend den knappen Sieg über die restliche Zeit retteten.

Zu wenige Ersatzspieler

Unerwartet knapp und am Ende ärgerlich fiel die dritte Saisonniederlage der Oberpfälzer aus. Dementsprechend enttäuscht kommentierte Wodarz die Partie: "Ich kann der Mannschaft gar keinen Vorwurf machen, sie lieferte einen fantastischen Fight ab. Die Chance, am Ende das Spiel noch zu gewinnen, war natürlich groß. Doch die Kräfte spielten nicht mit, weil wir einfach ersatzgeschwächt waren. Die zwei Spieler, die der Gegner mehr zur Verfügung hatte, gaben am Ende den Ausschlag."

Es wird auch in den nächsten Wochen nicht einfacher für die Max-Reger-Städter. Am kommenden Samstag gastieren die selbst ernannten Meisteranwärter der Wassersportfreunde Hannover in der Thermenwelt zum Achtelfinale des deutschen Wasserballpokals. Da wird wohl nichts zu holen sein. Eine Woche später, am 5. Dezember, empfangen die Weidener den Tabellenzweiten OSC Potsdam im letzten Heimspiel des Jahres.
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