Dicke Spende nach Fastenessen

Über diese acht Jubilare bei der Katholischen Arbeitnehmerbewegung freuen sich Vorsitzender Alois Schinabeck (links) und Präses Armin J. Spießl (rechts) bei der Jahreshauptversammlung. Bild: dz

Wer wie der Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Neunkirchen Zahlen mag, dem sei gesagt: 17 Prozent der insgesamt 47 Mitglieder der KAB St. Dionysius wurde bei dieser Hauptversammlung besonders viel Aufmerksamkeit zuteil.

47 Mitglieder zählt die KAB St. Dionysius Neunkirchen aktuell, sagte Vorsitzender Alois Schinabeck bei der Hauptversammlung im Pfarrgemeindehaus. Acht davon ehrten Schinabeck und Präses Armin J. Spießl für ihre langjährige Treue. 35 Jahre sind Gerda Burdack, Inge Kellner, Sieglinde und Franz Kaiser sowie Annelies und Erich Voit dabei. Für 10 Jahre gingen Blumen, Wein und Dank auch an Elfriede und Winfried Bühner.

1390 Euro weitergereicht

Schinabeck erzählte von einer ganzen Reihe von Veranstaltungen im vergangenen Jahr, etwa von der Gestaltung des Fronleichnamsaltars, vom Kräuterbuschenverkauf, Weinabend, Fastenessen oder von der Fahrt der Kegler nach Flandern. Bei der Beteiligung der Mitglieder daran hat der Vorsitzende nachgerechnet. Durchschnittlich habe sie bei 47 Prozent gelegen.

In ihrem Kassenbericht erwähnte Kassiererin Dorothea Deubzer, dass 1390 Euro an die Indienhilfe und die neue Kinderkrippe gespendet werden konnten. Das Geld stamme aus den Reinerlösen beim Kräuterbuschenverkauf, Weinabend und beim Fastenessen 2014 und 2015.

Alfons Ernstberger, stellvertretender KAB-Kreisvorsitzender, überbrachte die Grüße des Kreisverbandes, dankte allen für den Einsatz und referierte zu dem Thema: "Politik des sozialen Ausgleichs - mehr als Sozialpolitik". Er wünschte sich dabei eine gerechtere Verteilung von Arbeit und Einkommen, gleiche Chancen für Kinder und ein Land, in dem Alte und Kranke sich nicht ausgestoßen fühlten. "Auf das Handeln für soziale Gerechtigkeit kommt es an." Dafür stünden die Mitglieder der KAB ein. Am Ende laufe alles auf die Präambel der Schweizer Verfassung hinaus, in der es heißt: "Die Stärke eines Volkes misst sich am Wohl der Schwachen." Weitere Ausführungen zum Steuer- und Rentensystem sowie zur Arbeitsmarktpolitik folgten. Im jeden Fall brauche es "soziale Gerechtigkeit, jetzt".

Ja zum Streikrecht

Schinabeck und stellvertretende Vorsitzende Brigitte Rindl dankten Ernstberger. Präses Spießl dankte allen für das Engagement und wies auf das Mitteilungsblatt der KAB Deutschland zum Tag der Arbeit mit dem Aufruf "Keine Wirtschaft, die tötet!" hin. Darin stehte, dass das Streikrecht sowie ein Tarifvertrag als Flächentarifvertrag aus Sicht der KAB unerlässlich seien, um wirksam die Interessen der lohnabhängig Beschäftigten vertreten zu können. Auch der Kampf der KAB und der Gewerkschaften für einen gesetzlichen Mindestlohn trage Früchte.
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