Die grüne Welle

Der gelbe Container versinkt in einem Meer aus Grün. Klaus Fischer schoss das Foto am Montag an der Ecke Fuchsen-/Dachsenweg. "Ein Dauerszustand", räumt Bauhof-Chef Manfred Mesner ein. Bild: hfz

Über einen "Schandfleck" wettert ein Bürger. Nicht nur, dass die Grüngut-Container hoffnungslos überfüllt sind - Unmengen von Rasenschnitt und Zweigen türmen sich auch noch entlang der Straße. Der Bauhof-Chef meint: Da kann man nichts machen.

Weiden-Ost - "das schönste Wohngebiet Weidens", schwärmt Klaus Fischer. Er lebt gerne hier. Auch weil's so schön grün ist. Fischer ist Vorsitzender des Gartenbauvereins in Weiden, und Gärten gibt es jede Menge im Osten der Stadt. Das könnte dann aber auch das Problem sein, das die Idylle trübt, das ihn - "als Bürger" - jetzt Klage führen lässt: Die beiden Grüngut-Container im Fuchsen-/Dachsenweg platzen aus allen Nähten. Berge von Grünabfällen wuchern noch einige Meter weiter. Ein "Schandfleck gegenüber dem Kindergarten St. Maria", schimpft Fischer. Wie sehe es da eigentlich mit "Ungeziefer, Ratten, Seuchengefahr" aus?

Viel zu viel Grünabfälle für viel zu wenige Container: Das Problem grassiert natürlich auch anderswo. Gerade im Herbst, wenn die Hobby-Gärtner ihre Anlagen winterfest machen. In Weiden-Ost aber "ist es das ganze Jahr über so", hat Fischer beobachtet. "Und das seit 20 Jahren." Werden die Behälter mal geleert, seien sie im Handumdrehen wieder voll. "Das Einzugsgebiet hier ist sehr groß", stellt der Vereinschef fest. Für den Fuchsen-/Dachsenweg wünscht er sich einen dritten Container. Der könnte "die Situation schnell und einfach deutlich verbessern".

Bauhof-Leiter Manfred Mesner widerspricht: "An der Stelle würden auch fünf Container nicht viel helfen." In dem "sehr großen Gebiet" sei das einfach "ein Dauerzustand" - und guter Rat teuer. Wöchentlich zwei- bis dreimal würden die beiden Container geleert, der Platz gesäubert. Mesner rät den Bürgern, "einfach bei uns anzurufen, wenn's zu wild ausschaut. Falls möglich, kämen wir sofort." Erreichbar ist der Bauhof unter Nummer 0961/3901911.

Die "Grünvermüllung" rund um die Container hält Mesner für weniger problematisch: "Wenn die Container voll sind, legen die Leute die Sachen halt daneben ab. So funktioniert's ja auch." Die Abfuhr werde deshalb nicht viel schwieriger. Und kein Bürger bekomme Probleme, wenn er's so macht. "Wichtig ist nur, dass das Zeug nicht auf der Straße landet." Ansonsten freut sich Mesner, dass der Zustand an entscheidender Stelle klaglos hingenommen wird: "Der benachbarte Grundstücksbesitzer hat sich noch nicht beschwert."
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