Die Ideen fehlen noch

Herbert Schmid von "Arbeit und Leben Bayern gGmbH" machte auf humorvolle Weise den Teilnehmern der Auftaktveranstaltung zum Bundesprogramm "Demokratie leben" Mut für Ideen. Bild: sbü

Es bleibt nur wenig Zeit. Am 25. September ist Schluss. Bis dahin müssen für das Bundesprogramm "Demokratie leben" die Anträge vorliegen. Bisher gibt es erst sechs Projektideen. Und die Antragsformulare sind auch noch nicht fertig.

(sbü) An der Werbung für das Programm würde es nicht gelegen haben, wenn bis zum 25. September nicht genügend Anträge für das Bundesprogramm "Demokratie leben". Fast alle potenziellen Antragssteller waren zu einer großen Auftaktveranstaltung in das Neue Rathaus gekommen. Kirchen, Parteien, Schulen, Gewerkschaften, Bildungsträger, Sozialverbände, Initiativen und caritative Einrichtungen waren dabei. Bleibt fast zu hoffen, dass die Sommerferien bei den Vereinen und Verbänden wohl nicht ganz so ruhig wie sonst verlaufen.

Oberbürgermeister, Koordinierungsstelle und Projektbetreuer erläuterten sehr ausführlich, was zu tun sei, will man die Fördertöpfe anzapfen. Doch dringend gesucht werden noch die Projektideen. Erst sechs liegen vor. Herbert Schmid von der gemeinnützigen GmbH "Arbeit und Leben Bayern" hat sie vorgestellt: Schulungsreihe Diversity, Afrikatag am 26.September, Afghanistan Kultur, Sport und Integration sowie ein Theater- und ein Inklusionsprojekt. Seine Organisation betreut die Projekte und gibt Hilfestellung bei Antragstellung und Durchführung. Mit den genannten Beispielen zeigte Schmid auch den Rahmen auf, der für Projektideen in Betracht kommt. Hierzu trug er die drei Leitziele "Weiden fördert Vielfalt statt Einfalt", "Weiden fördert die Beteiligung der Jugendlichen" und "Weiden unterstützt das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger". Mit weiteren Unterzielen konkretisierte er die Leitziele und kam schließlich zu konkreteren Vorschlägen wie "Maßnahmen und Aktionen als Teil der Willkommenskultur, interkulturelle/ interreligiöse Projekte, Jugendforum/ Jugendparlament oder Beteiligungsprojekte an Kinder- und Jugendeinrichtungen und Schulen".

Nothilfeplan Berufsschule

Für OB Kurt Seggewiß "drängen sich die Tätigkeitsschwerpunkte Flüchtlinge, Antizionismus und Islamfeindlichkeit auf". Er sieht das Programm auch als Ersatz für "ausfallende freiwillige Leistungen der Stadt". Vorher hatte er angekündigt, dass wegen weiterer Zugänge von Flüchtlingen "der Nothilfeplan Unterbringung der Flüchtlinge in der Turnhalle der Berufsschule" in Kraft gesetzt werden müsse. Für Susanne Reinhardt, Programmkoordinatorin der Stadt Weiden geht es um "Förderung des Engagements vor Ort, um die lokale Kultur des Zusammenlebens und um die Bearbeitung individueller Problemlagen". Im laufenden Jahr stehen 20 000 Euro im sogenannten Aktionsfonds und 5000 Euro im Jugendfonds zur Verfügung. In den Jahren bis 2019 erhöhen sich diese Beträge bis auf 28 000 beziehungsweise 7000. Ab 2016 beteiligt sich die Stadt mit 20 Prozent an den Einzelprojekten, ab 2018 mit 40 Prozent. Online-Antragsformulare gibt es ab Anfang August. Projektbeginn für dieses Jahr sollte der Oktober sein. Kontakt: Herbert Schmid und Tajana Drobinin bei "Arbeit und Leben Bayern", Tel. 0961/ 634577-01, sowie E-Mail bildung@bayern.arbeitundleben.de.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.