Die Laufschuhe sind geschnürt

In Türkis die Oberbürgermeister: Michael Cerny und Kurt Seggewiß. Organisatoren des 6. Freundschaftsmarathons sind (hinten, von links) Ilona Stadler (Medienhaus), Markus Kindsgrab (Stadt Weiden) sowie Wolfgang Meier (Stadt Amberg). Mit auf dem Bild: NT/AZ-Geschäftsführerin Viola Vogelsang-Reichl (Dritte von links) und Eon-Regionaldirektor Otmar Zisler (vorne, Mitte). Bild: Hartl

Halbmarathon-Titelträger Tobias Plößl hinkt in den Sitzungssaal des Weidener Rathauses. "Für mich wird es heuer keinen Freundschaftsmarathon geben." Der Läufer ist verletzt. Der Kollege vom Marathon, Wolfgang Würth, peilt die eigene Siegerzeit (2:45 Stunden) von 2013 an. "Ich hoffe, dass ich die Startnummer 1 tragen darf und der keine Schande mache."

(ca) Sein Bedauern gilt Laufkamerad Plößl. Auch unter den Oberbürgermeistern gilt: Freundschaft statt Konkurrenz. "Ich freue mich, dass du da bist", begrüßt OB Kurt Seggewiß den Amtskollegen OB Michael Cerny aus Amberg. Beide sind Schirmherren des 6. Freundschaftsmarathons am Sonntag, 20. September. Start ist in Amberg, Ziel in Weiden. Die Zeiten seien vorbei, da Weiden für einen Amberger "Feindesland" war, sagt Cerny: "Wir sehen uns als Partner, gemeinsam die Region voranzubringen."

Am 20. September geht es genau 42,195 Kilometer voran. Organisatoren sind die Städte in Zusammenarbeit mit "Der neue Tag/Amberger Zeitung". Die "Klammer Amberg - Weiden" spiele auch für das Medienhaus eine große Rolle, so Geschäftsführerin Viola Vogelsang-Reichl. Sie dankt den Organisatoren und Sponsoren. Stellvertretend spricht Eon-Regionaldirektor Otmar Zisler: Der Freundschaftsmarathon wird "komplett klimaneutral" ablaufen. Die 43 Tonnen Kohlendioxid, die anfallen (80 Prozent durch An- und Abreise) werden kompensiert. Die Eon sponsert ein Klimaschutzprojekt zur Trinkwasseraufbereitung in Kenia.

Die ganze Region wird am 20. September auf den Beinen sein: als Läufer, Zuschauer oder Helfer. Rund 300 Freiwillige werden an der Strecke gebraucht. Der Marathon wird nicht in Runden gelaufen, sondern als Streckenmarathon auf 42 Kilometern. "Der Aufwand dafür ist enorm", sagt Wolfgang Meier (Stadt Amberg). "Ohne die 300 Helfer könnten wir diese Veranstaltung nicht machen." Der Dank gilt in diesem Zusammenhang auch Feuerwehr und Polizei.

DJK stellt Zugläufer

An den Verpflegungsstationen (alle fünf Kilometer) stehen die Skivereinigung Amberg (Start), SG Siemens Amberg, CIS Amberg, Feuerwehr Krondorf, SCMK Hirschau, TuS Schnaittenbach, Schützenverein Holzhammer, SC Luhe-Wildenau, VfB Rothenstadt, Injoy Weiden und im Ziel TB/DJK Weiden. Ausgereicht werden Wasser, Iso, Gel, Powerriegel, Obst, am Ende Cola und im Ziel alkoholfreies Weißbier plus Kuchen und Nudeln. Das BRK bestreitet die Feldküche im Ziel. Das THW übernimmt Besenwagen und Kleidertransport. Radfahrer des VC Corona stellen Begleiter für die Schnellsten. Die DJK Weiden wird mit Zugläufern (mit Luftballons) im Feld sein.

Im Zeitraffer blickt Markus Kindsgrab (Stadt Weiden) zurück auf neun Jahre Freundschaftsmarathon: angefangen 2006 mit 1200 Teilnehmern. Explosionsartig wuchs die Zahl der Run&Bike-Teams auf über 260. Die Radfahrer werden heuer einen Kilometer vorausgeschickt, ehe um 9 Uhr der Startschuss in Raigering fällt. "Dann wird's nicht so eng im Startpulk." Um 10 Uhr laufen die Halbmarathon-Läufer in Schnaittenbach los.

Neu sind in diesem Jahr der Facebook-Auftritt, das "Facelift" von Flyern und Plakaten und die Homepage. Dort findet sich auch alles über die Anmeldung. Die Strecke hat es in sich: Amberg, Urspring, Krondorf, Hirschau, Schnaittenbach, Neuersdorf, Luhe-Wildenau, Rothenstadt, Moosbürg. "Profiliert und nicht ganz einfach", beschreibt Meier. "Hammerstrecke" ist die dritte Etappe.
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