Die leeren Horste

Storchenhorste, die von den Tieren nicht genutzt werden, gibt es im Landkreis auf der Burg Dagestein in Vilseck, auf einer Brauerei in Hirschau und auf dem Pfarrhaus in Ehenfeld. Die Storchenkarte des Landesbundes für Vogelschutz verzeichnet auch einen auf einem ehemaligen Fabrikschlot in Heringnohe (Stadt Vilseck, an der Grenze zum Truppenübungsplatz), der aber schon lange nicht mehr belegt ist. Genauso sieht es in Schmidmühlen aus, das früher Heimat eines Storchenpaares war.

Den Horst in Schnaittenbach hat die Kreisgruppe des Bundes Naturschutz (BN) inzwischen abgebaut; in Freihung würde sie gerne einen auf das Dach des Schulhauses setzen. Das ist aber erst möglich, wenn es saniert wird.

Das Problem mit den Störchen in der Region Hirschau/Schnaittenbach ist laut BN-Kreisgeschäftsführer Horst Schwemmer, dass die riesigen Kaolin-Tagebau-Gruben als Lebens- beziehungsweise Nahrungsraum komplett wegfallen. Dort gebe es zwar Tümpel, in denen die Tiere etwas zu fressen finden könnten. "Aber die großen Vögel brauchen die Hilfe der Thermik, um aufsteigen zu können, und die gibt es dort überhaupt nicht." Störche haben also Schwierigkeiten, aus den tiefen Sandgruben wieder rauszukommen. (ll)
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