Die Nachgeschichte

Als Franz Gebhard am 23. Mai 1945 nach Hirschau zurückkam, erfuhr er, dass die Maschine noch auf der Landewiese stand und der Besitzer sich beschwert hatte, dass die Neugierigen sein Gras zertrampeln. Gebhard beschloss, das Flugzeug zu zerlegen. Der Motor wurde bei ihm eingelagert, aus der Kanzel wurde eine Werkbank gebaut. Die restlichen Teile, die man nicht brauchen konnte (Tragflächen und Rahmenteile), wurden auf dem Schuttplatz beim Mühlweiher entsorgt.

Beim Bau der Umgehungsstraße 1976 wurden Reste der Maschine entdeckt. Das Interesse war aber damals nicht sonderlich groß, man vergrub alles an Ort und Stelle wieder als Schrott. Jahrzehnte später, als Gebhard in der Flugzeugabteilung des Deutschen Museums die Geschichte erzählte und dass er den Motor aus Neugier zerlegt und später entsorgt hatte, sagten die Fachleute, dass dieser Motor gut nach München gepasst hätte.

Auch der Pilot Karl Müller ging in seine Heimatstadt Zeulenroda zurück. Der Kontakt der beiden Abenteurer riss nie ab, und als Müller das Rentenalter erreicht hatte und er in die Bundesrepublik reisen konnte, besuchte er Franz Gebhard Mitte der 80er-Jahre. So wurde nach 40 Jahren Wiedersehen gefeiert.
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