Die Rettung

Die Entscheidung über Leben und Tod fällt oft in Bruchteilen von Sekunden oder auf 20 Metern - so wie beim Brand in Neubernricht. Die beiden Nachbarn, die die 86-Jährige aus dem brennenden Haus holten, sprinteten von Kienlohe (Gemeinde Hahnbach) nach Neubernricht (Stadt Amberg). Die Straße zwischen den beiden Anwesen markiert die Grenze zwischen Stadtgebiet und Landkreis.

Der erste, der auf das Feuer aufmerksam wurde, war ein Kunde des sich im Nachbarhaus befindlichen Friseursalons. Mit den Worten "Da steigt doch Rauch auf!" habe dieser Alarm geschlagen, erzählte der Ehemann der Friseurmeisterin. Weil er wusste, dass sich die 86-Jährige in dem Haus aufhielt, sei er zusammen mit seinem Schwiegervater losgerannt. Die Seniorin lebte allein in der Wohnung, hielt auch einige Katzen. "Vielleicht hat sie die Tiere gemeint, als sie von ,ihren Kindern' gesprochen hat", mutmaßte der Nachbar. Die Katzen waren nach dem Rettungseinsatz zunächst nicht aufzufinden. Vielleicht haben sie sich aufgrund des Trubels zurückgezogen.

Ausgerückt war neben dem Stadtlöschzug natürlich auch die Feuerwehr Ammersricht. Das BRK war mit mehreren Rettungswagen vor Ort.
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