Die Stellung gehalten

Vorsitzender der Hundertfünfer bleibt Christian Gollwitzer (links). In seiner Führungsmannschaft kann er weiter auf (von links) Heinz Popel, Oskar Dagner, Guntram Popp, Horst Hetzner, Georg Schneider und Siegfried Woppmann bauen. Bild: R. Kreuzer

Vor fast genau 80 Jahren begann der Bau der damaligen Infanterie-Kaserne in Weiden. Die Artillerie erlebte ihre Geburtsstunde 1956. Ihre Geschichte endete 1991. Doch die Artilleriekameradschaft Hundertfünfer gibt es heute noch.

Den Rückblick schilderte Ehrenmitglied Georg Schneider in der Jahreshauptversammlung. Demnach erlebte die Artillerie ihre Anfänge im Juli 1956 mit der Aufstellung des III./Artillerieregiment 4 - Weiden war damit wieder Garnisonsstadt. "Im gleichen Jahr trafen die ersten US-Geschütze Feldhaubitze 155 mm M1 A2 ein, dann erfolgte die Umbenennung in III./Feldartillerieregiment 4", berichtete Schneider.

Das Grundgeschütz der 9. Batterie habe am 29. Januar 1957 um 10 Uhr auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr den ersten Schuss abgefeuert. Bataillonskommandeur Lather zog am 16. Dezember 1991 um 15.54 die Abzugsleine des dritten Geschützes der 2. Batterie zum letzten Schuss. Erstaunlich: Dazwischen liegen 34 Jahre, 10 Monate, 2 Wochen, 4 Tage, 5 Stunden und 54 Minuten. Addiert ergeben die Zahlen die Summe 109 - die Typenbezeichnung der Panzerhaubitze M 109.

Ausdauer belohnt

"Trotz Bataillonsauflösung haben wir seit Gründung der Kameradschaft 1992 die Stellung gehalten", erklärte Vorsitzender Christian Gollwitzer. "Die heilige Barbara, Schutzpatronin der Artillerie, hat unsere Ausdauer und Treue belohnt. Sie schickte das Artilleriebataillon 131." Gollwitzer hatte in der Ostmark-Kaserne zahlreiche Kanoniere, Geschützführer, Beobachter, Feuerleiter, Vermesser, Batteriefeldwebel und Batteriechefs begrüßt. Gekommen waren auch die Ehrenvorsitzenden Horst Hetzner und Siegfried Woppmann.

Bei den Neuwahlen änderte sich wenig. Vorsitzender bleibt Christian Gollwitzer, Stellvertreter Guntram Popp, Die Kasse führt weiterhin Oskar Dagner, die Protokolle schreibt weiter Georg Schneider. Als Beisitzer fungieren Heinz Popel, Horst Hetzner und neu Siegfried Woppmann.

Im Jahresbericht erinnerte der Vorsitzende an die vielen Veranstaltungen und Tätigkeiten der Kameradschaft. Höhepunkt: die Barbarafeier am 4. Dezember 2013. Kassier Dagner und Schriftführer Schneider bekamen eine hervorragende Arbeit bestätigt.
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