Die Welt der Medizintechnik

Kluge Köpfe aus fast der ganzen Welt kommen nächste Woche zum Medizintechnik-Kongress nach Weiden. Hochschul-Dekan Professor Dr. Franz Magerl (links) und Professor Dr. Clemens Bulitta stellten das Programm der Tagung vor. Bild: sbü

Weiden wird internationale Kongress-Stadt: 200 Wissenschaftler aus 40 Ländern kommen nächste Woche zu einem Medizintechnik-Kongress an die Hochschule. Warum? Das erklärten die Verantwortlichen bei der Vorstellung des Programms.

(sbü) Der Forschungsbereich Medizintechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Weiden erarbeitet sich gerade einen internationalen Ruf: Beim Wissenschaftskongress "Hospital Engineering Trends - Architecture meets Technology" rückt auf noch breiterer Basis als schon einmal vor einem Jahr jetzt das Thema Bau und Einrichtung von Krankenhäusern in den Mittelpunkt. Dazu kommen am Montag und Dienstag, 9. und 10. März, circa 200 Wissenschaftler aus 40 Ländern in die Stadt. Das Programm stellten die Verantwortlichen nun vor.

Klinikum mit eingebunden

Eng eingebunden in den Tagungsablauf an der OTH ist auch das Klinikum. Drei seiner Mediziner stehen auf der Liste der Referenten: Die Chefärzte Professor Dr. Karl-Heinz Dietl, Dr. Jürgen Altmeppen sowie Dr. Eberhard Müller vertreten Chirurgie und Anästhesie. Sie arbeiten alle in Medizinbereichen mit sehr viel technischem Fortschritt, der auch ganz besondere neue Anforderungen an Bau und Ausstattung der Krankenhäuser stellt.

Hauptorganisator des Kongresses ist Professor Dr. Clemens Bulitta, Leiter des Instituts für Medizintechnik an der OTH in Weiden. Bulitta vereint in seiner Person durch Ausbildung und Praxis die Bereiche Chirurgie und Medizintechnik, also exakt die Themen des Kongresses. Und wie es bei einer Tagung von Wissenschaftlern aus aller Welt üblich ist: Es wird viel Englisch gesprochen. Doch Simultanübersetzungen sorgen für die Verständlichkeit der Vorträge bei allen Zuhörern.

Bulitta hat auch dafür gesorgt, dass sich die internationalen Wissenschaftler in Weiden wohlfühlen. Per Shuttle-Bus werden diese von den zahlreichen Hotels in Weiden und in Neustadt zu den Tagungsräumen der OTH transportiert. "Da gleichzeitig auch eine Tagung der US-Armee in Weiden stattfindet, dürfte die Hotelkapazität ziemlich ausgeschöpft sein", vermutet Bulitta.

Die Liste der Tagungpunkte zeigt, dass die Veranstaltung sehr international ausgerichtet ist. Neben Diagnostik- und Isolierstationen für Ebola-Kranke sind die Themen "Zukunfts- und ausbaufähige Gesundheitsbauten für die 2. und 3. Welt" sowie Fallstudien aus Venezuela und aus dem mittleren Osten angekündigt. Wie in entlegenen Gebieten der weiten Welt eine medizinische Grundversorgung gewährleistet werden kann, wird ebenfalls behandelt. Eine Exkursion zum Laborausrüster "HT Labor + Hospitaltechnik" in Heideck rundet das Programm ab.
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