Dominik Forster über sein Spiel gegen den FC Bayern
"Da muss ich mich wohl schämen"

Erst verhinderte er mit seinen Paraden mehrfach einen höheren Rückstand, dann schnappte er sich das Trikot von Philipp Lahm als Trophäe: Dominik Forster, Torhüter der SpVgg SV Weiden, ist trotz der vier Gegentore mit seinem Auftritt gegen den FC Bayern natürlich zufrieden. Bild: af
Eigentlich sollte er wissen, wie man gegen den FC Bayern spielt. Dominik Forster, Torwart der SpVgg SV Weiden, stand ja schon einmal gegen den Rekordmeister auf dem Platz. 2013 beim "Traumspiel" des Bayern-Fanclubs Wildenau. Drei Gegentreffer kassierte er damals in der ersten Hälfte. Und jetzt das: Am Montag spielte der 26-Jährige in Regensburg für die Amateur-Auswahl eines Sponsors abermals gegen die Münchner - und fing sich, trotz mehrerer Paraden, vier Treffen in 45 Minuten ein. Höchste Zeit also für ein paar kritische Nachfragen.

Herr Forster, sollen wir Ihnen jetzt zu vier Gegentreffern in so kurzer Zeit gratulieren?

Forster: (lacht) Danke! Ja, damit kann ich leben.

Und dann auch noch das erste Tor von Philipp Lahm. Der trifft sonst fast nie!

Forster: Stimmt. Aber er hat im Mittelfeld gespielt - und das sehr offensiv. Da war er oft in Tornähe. Als Amateure waren wir ja eher defensiv. Da bekommt er eben viele Ballkontakte und hat folgerichtig das erste Tor geschossen.

Zum Trost haben Sie sich in der Halbzeit sein Trikot geschnappt. Hängt's schon bei Ihnen zu Hause an der Wand?

Forster: Noch nicht. Von 2013 habe ich noch eins von Manuel Neuer. Das hängt eingerahmt im Wohnzimmer. Vielleicht kommt das von Philipp Lahm daneben.

2013 waren es nur drei Gegentore. Ihre Formkurve zeigt steil nach unten.

Forster: (lacht) Da muss ich mich wohl schämen. Mein Ziel war eigentlich, dass es unter drei werden. Und natürlich wollten wir so lange wie möglich zu Null spielen. Mit dem ersten Tor in der 17. Minute ist der Bann leider ein bisschen gebrochen. Aber im Ernst: Ich bin zufrieden.

Es heißt immer, die Bayern unterscheiden sich von allen anderen Teams. Können Sie das erklären?

Forster: In der Partie ist das gar nicht so der große Unterschied. Da bist du auf dein eigenes Spiel konzentriert. Aber wenn dann ein Tor fällt, realisierst du plötzlich: Das war der Lahm, der Kapitän der Weltmeister-Mannschaft! Oder beim Einlaufen - da stehen auf einmal Manuel Neuer oder Thomas Müller neben dir. Das ist schon nichts Normales. Und natürlich ist auch ihre Technik, Übersicht und die taktische Schulung etwas ganz anderes.

Am Samstag wird's wieder irdischer: In der Bayernliga geht es gegen Aubstadt. Wie viele Gegentore sollen's da werden?

Forster: Ich hatte ja eine lange Zu-Null-Serie, die ist kürzlich gerissen. Jetzt gilt's, eine neue zu starten. Noch schöner wäre natürlich, wenn wir drei Punkte mitnehmen. Wenn wir auch noch zu Null spielen, umso besser. Das ist ja immer der Wunsch eines Torwarts.
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