Drei neue Rektoren

Lokales
Weiden in der Oberpfalz
04.07.2015
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Nur die Rehbühlschule wird von Regierung und Kultusministerium weiter auf die Folter gespannt. Nach "Unklarheiten im Besetzungsverfahren" müsse die Vergabe des Rektorenpostens erst noch in den Personalrat, informierte am Freitag Richard Glombitza, Regierung der Oberpfalz.

(ca) Es habe mehrere Bewerber für die Nachfolge von Christine Wiesend gegeben. Die nächste Personalratssitzung ist Mitte Juli. Damit wird es knapp für eine Neubesetzung zum 1. August. Alternativ sei 1. September möglich. Zumindest konnte Schulrätin Christine Söllner vom Schulamt Weiden-Neustadt am Freitag die neuen Rektoren für Eslarn, Luhe-Wildenau und die Pestalozzi-Mittelschule benennen, auch wenn diese ihre Ernennung - Poststreik! - noch nicht alle in Händen halten.

Der erfahrene Rektor Heribert Zeis , elf Jahre Leiter der Mittelschule Neustadt/WN, tritt an der Pestalozzi-Schule die Nachfolge von Roland Schwertsik an. Der 57-jährige, dreifache Vater aus Ilsenbach (gebürtiger Oberfranke) freut sich auf die größere Schule in der Stadt: "Ich habe großes Interesse an den Kooperationen mit der Europaberufsschule und der FOS." Zeis kam nach dem Studium in Bayreuth als Referendar in die Oberpfalz, lehrte an den Hauptschulen Altenstadt/WN, Wiesau, Pirk, Windischeschenbach, ehe er 2004 die Leitung in Neustadt übernahm. Eckpfeiler der Pestalozzi-Schule sind für den Verbundkoordinator die Ganztags- und Praxisklassen, die "vielschichtigen Beziehungen zur heimischen Wirtschaftswelt" - und das "aufgeschlossene Kollegium".

Der Weidener Stadtrat Dr. Matthias Holl (42), zuletzt Konrektor an der Marienschule in Tirschenreuth, kehrt zumindest in die Nähe seiner Heimatstadt zurück: Er übernimmt als Rektor die Grundschule Luhe-Wildenau. Holl, in Mönchengladbach geboren und in der Oberpfalz aufgewachsen, legte 1992 sein Abitur am Kepler-Gymnasium ab. Nach dem Lehramts- und Magisterstudium in Germanistik, evangelischer Theologie und Pädagogik in Regensburg machte er sein Referendariat in Weiden und Neustadt und unterrichtete dann im Landkreis München.

Holl absolvierte ein Aufbaustudium zum Beratungslehrer und promovierte an der Philosophischen Fakultät Regensburg. Nachdem er einige Zeit an der Universität tätig war, folgte 2011 die Ernennung zum stellvertretenden Schulleiter in Tirschenreuth. Jetzt übernimmt der zweifache Familienvater (Marietta, 2, und Elias, 4) mit Luhe-Wildenau eine "super geführte" Grundschule, die 2012 für den Schulversuch "Flexible Grundschule" ausgewählt wurde. Holl: "Eine leitende Aufgabe an der Grundschule Luhe-Wildenau ist ohne Zweifel eine reizvolle und herausfordernde Aufgabe."

Auf Bianca Ederer aus dem Bayerischen Wald darf sich die Grundschule Eslarn freuen. Die 39-Jährige aus Altenschneeberg (Gemeinde Tiefenbach, Kreis Cham) kommt von der Grundschule Rötz. Die Mutter von drei Kindern (8, 10, 14) hat in Regensburg Grundschulpädagogik studiert und war erst in Waldmünchen im Referendariat, dann in Rötz meist für die Kombi 3/4 eingesetzt.

Dazwischen lehrte Bianca Ederer drei Jahre in Vollzeit an der Universität Regensburg. In Kiel hat die Oberpfälzerin Schulmanagement und Qualitätsentwicklung studiert und mit Master abgeschlossen. Auch aktuell ist sie - als "Viertelstelle" - als Dozentin für die Grundschullehrerausbildung tätig. Auf die neue Aufgabe als Rektorin im 20 Kilometer entfernten Eslarn - "ich war mit einigen Eslarnern am Oberviechtacher Gymnasium" - freut sich die Tiefenbacher Gemeinderätin: "sogar sehr!"

Noch offen ist die Nachfolge von Schulamtsdirektor Josef Benker . Laut Richard Glombitza liegt dem Kultusministerium die Liste mehrerer Bewerber vor. Die Bewerbungsgespräche sind noch nicht geführt worden.
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